Wäsche

  • Nicht vergessen- am Samstag ist Valentinstag! Deshalb befasse ich mich diese Woche mit lauter romantischen Dingen, die das Leben eines Anonymen Chaoten leichter machen.
    Jetzt wäre zum Beispiel der richtige Zeitpunkt eure feinen Dessous zu waschen, damit ihr am Valentinstag eure Freude damit habt. 
    Doch wie wäscht man eigentlich feine Unterwäsche richtig?

  • Wenn man wie ein Star bügeln möchte, sollte man sich erst einmal überlegen, wie Stars denn überhaupt bügeln. Ein Blick in mein Buch „What would Audrey do“ zeigt, dass Audrey sehr gerne bügelte: 

    „When Janis arrived at Audrey Hepburns door for the 5:00 a.m. call, she often found Audrey up and at ’em, standing at the ironing board, ironing whatever Ralph Lauren was planning to use that day.“ 

    Das war klar, Audrey ist ja auch in allem perfekt. Aber stimmt das auch für andere Stars? Ich meine, man kann sich ja nicht immer NUR an Audrey orientieren. Meine kurze Google Recherche zeigt: keine nennenswerten Einträge zu „Julia Roberts und bügeln“, „Beyonce und bügeln“, und bei Rihanna habe ich nur gefunden, dass sie wegen der Bügel eine BH-Phobie hat. Kate bügelt nur auf einem Charity Event zusammen mit Prinz Charles und bei Angelina Jolie heißt es, bügelt Brad gerne die Wäsche. Da seht ihr es, diese Stars sind mir so ähnlich! Sie bügeln nicht, genau wie ich!

  • Wäscht man Wäsche mit Gefühl und Muße, so entdeckt man plötzlich auch die schönen Seiten des Wäschewaschens – zum Beispiel habe ich mich an diesem Wochenende ganz entspannt treiben lassen, in mich hineingehört und gelauscht, ob ich gerade in der Stimmung bin, eine Maschine Wäsche zu waschen (Antwort: nein) und mich stattdessen lieber etwas ausgeruht. Da sagt Prof. M. plötzlich: „Ich wasch dann mal.“, nimmt die dunkle Wäsche und stellt sie an. Ist das nicht toll? Ihr seht – geht man das Wäschewaschen ganz entspannt an, dann wäscht sich die Wäsche fast von selbst.

  • Also langsam reicht es mir mit dieser Wäsche wirklich! ÜBERALL macht sie sich breit. Ich habe euch ja schon gesagt, geht man mit der Wäsche nicht sensibel um, verliert man schnell die Oberhand und man bekommt sie nur sehr schwer wieder in den Griff (s. auch hier die Wäsche unser sechster Mitbewohner).
    Aus diesem Grund habe ich verschiedene Strategien getestet, um endgültig die emotionale Frage zu klären: Wie oft sollte man eigentlich Wäsche waschen?

  • Es gibt wenige Aufgaben, die genauso unglamourös sind, wie das Sockensortieren. Da hat man schon ganz tapfer die ganze Wäsche zusammengelegt und am Ende steht man vor einem riesigen Sockenberg, der fast immer nur aus Einzelsocken besteht. Stellt euch vor, in unserem fünfköpfigen Haushalt sind jede Woche ca. 70 Socken in der Wäsche, die ich zu Paaren sortieren müsste! Nein, also in dieser Zeit sollte man wirklich etwas Schöneres machen – Shoppen zum Beispiel, oder einen kleinen Schönheitsschlaf, oder man könnte mal wieder einen Friseurtermin machen – alles Aufgaben, die wirklich wichtig und definitiv viel glamouröser sind als Sockensortieren.

  • Es gibt Tätigkeiten im Haushalt, die man irgendwann einmal übernommen hat und für die man seitdem automatisch immer zuständig ist. Beispielsweise ist Prof. M. für den Müll verantwortlich und für das Saugen und Kochen… meistens auch für das Bettenmachen und Bodenwischen, ach ja, und für das Einkaufen (er ist aber auch wirklich so stark und kann ganz toll tragen).  

    Dafür habe ich die Wäsche. Ja, an dieser Stelle muss man mich bitte kurz bewundern und bemitleiden. 

  • Wie gesagt, die Wäsche macht sich wie ein sechster Mitbewohner bei uns ziemlich breit. Hier ist wirkliches Fingerspitzengefühl gefragt, um die Wäsche in ihre Schranken zu weisen. Verscherzt man es sich mit ihr, okkupiert sie schnell noch weitere Bereiche der Wohnung, wie den Badboden, das Bett oder sogar das Sofa. 

    Meine erste Strategie für ein harmonisches Miteinander ist deshalb: Weniger Wäsche, mehr Liebe.