Reduziere die Unmengen an Papier und werde frei und glücklich

29. Juni 2015

Unmengen an Papier

Schritt 3 Strategien und Instrumente: Unmengen an Papier

Ein großes Problem unseres Home-Office sind ja die Unmengen an Papier, die täglich in unseren Haushalt kommen. Deshalb heißt meine Strategie ab jetzt ganz klar: „weniger ist mehr.“ Zum Glück habe ich mich gut vorbereitet und das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo gelesen. Sie empfiehlt darin: „Für Papierkram gilt grundsätzlich, dass er ohne große Umschweife wegzuwerfen ist“. Sie schlägt vor, nur die Papiere aufzuheben, die in die Kategorien „a) benutze ich jetzt, b) ist eine Weile lang wichtig und c) muss für immer aufgehoben“ werden, fallen. Alles andere wie z.B. Gebrauchsanweisungen, Kreditkartenabrechnungen, Gehaltsnachweise oder alte Sparbücher sollen rigoros weggeworfen werden. 

Wie Recht sie hat! Wenn es nicht so schwierig wäre. Irgendwie hängt man ja doch an seinem Kram. Dieser Effekt, dass man den eigenen Dingen einen höheren Wert zumisst, wird in der Psychologie übrigens „Endowment-Effekt“ genannt. Menschen würden für einen Gegenstand, der in ihrem Besitz ist, mehr bezahlen als für einen vergleichbaren Gegenstand, der ihnen nicht gehört. Da seht ihr es: dieser Effekt trifft eindeutig auch auf unser Home-Office zu. Bei dem sehr strikten Ansatz von Mari Kondo muss man natürlich immer abwägen, welche Unterlagen für einen selbst in Zukunft noch wichtig sein können. Ich hebe zum Beispiel immer noch viele Kreditkartenabrechnungen auf und auch Gehaltsnachweise werden z.B. für die Rente angefragt. Hier findet ihr einen sehr guten Artikel von meiner Ordnungsblogger-Kollegin Sabine über Papiere, die man besser aufheben sollte. 

Nachdem ich meine Angst, etwas wegzuwerfen so gut von einer psychologischen Seite erklärt habe, hat mich dann auch noch das Argument überzeugt, dass ich ja durch die Reduzierung unserer Unterlagen auch endlich mehr Platz für richtig wichtige und schöne Dinge, wie z.B. neue Bücher oder Stoffe haben werde. 

Nach dieser Erkenntnis lief das Aussortieren wie geschmiert und ich habe die Zahl unserer Ordner ungefähr halbiert. Falls ihr eine solche Aktion startet, ist es wichtig, sofort klarzustellen, wer Anspruch auf die neue freigeräumte Fläche hat. Prof. M. hat sich gleich gefreut und wollte seine Uniunterlagen in das freie Regal räumen. Soweit kommt es noch! Bevor er auf weitere komische Ideen kommt, habe ich erst mal meine Ordnungsbücher in das Regal gestellt. 

Platz für schöne Dinge

Neben den vielen Briefen, die ordentlich abgeheftet werden müssten, sind weitere große Verursacher des Papierchaos in unserem Haus Werbeprospekte, Modekataloge, Lieferserviceflyer und alle möglichen Werbezettelchen, die man beim Einkaufen zugesteckt bekommt. In ihrem nur zu empfehlenden Buch „Zero Waste Home“ schlägt Bea Johnson vor, dass man diesen ganze Müll gar nicht erst in seine Wohnung lassen soll. „Refuse“ heißt hier das Zauberwort. 

Sie empfiehlt ein Schild mit „Bitte keine Werbung“ an den Briefkasten zu kleben und alle weiteren Werbeflyer von vornherein einfach nicht anzunehmen. Ich finde das einen sehr guten Ansatz und halte diesen immer sehr radikal durch. Für was braucht man schließlich Gutscheine für Rabatte, Pizzaservicewerbung oder Modekataloge? Das führt nur zu unnützem Konsum und Impulskäufen und belastet das Haushaltsbudget. 

Naja, vielleicht mal abgesehen von den tollen KaDeWe Sommer-Sale-Gutscheinen. Die haben aber auch wirklich 15% Rabatt gebracht! Was ich da gespart habe… Und natürlich der H&M Katalog – das ist ja ein Klassiker – wer den nicht liest, kann schließlich nicht mitreden. Was Lidl im Angebot hat, ist ja auch manchmal ganz interessant. Da lässt sich schließlich bares Geld sparen, und dann bekomme ich ja noch regelmäßig den neuen Tiffanykatalog zugeschickt…. Aber die Grundidee ist klar, oder?

Wie ist das bei Euch? Habt ihr auch soviel Papierkram?

4 comments

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4 comments

Geschenke an Weihnachten - wie ihr genau das bekommt, was ihr euch wünscht - Rosanisiert 13. April 2016 at 12:51

[…] man seine Wohnung nach dem Mari Kondo Prinzip aufzuräumen, soll man sich ja nur mit Dingen umgeben, die man wirklich liebt. […]

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Fünf Strategien für mehr Glamour in deinem Home-Office | Rosanisiert 29. September 2016 at 11:13

[…] Ich muss sagen, diesen Schritt finde ich nach den neuen Ordnern und dem neuen Outfit am besten. Es ist wirklich ungemein befreiend nervige Papiere auszumisten und man hat endlich wieder Platz für schöne Dinge! Lest mehr dazu hier. […]

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Anni 27. Juli 2017 at 16:12

Gehaltsnachweise müssen aufbewahrt werden, weil man diese später braucht, um eine Berechtigung der Rentenzahlungen einzufordern. Also lieber nicht wegwerfen!
Viele Grüße,
Anni

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rosanita 31. Juli 2017 at 10:35

Liebe Anni,
da hat du natürlich vollkommen Recht. Ich finde den Ansatz von Mari Kondo auch in einigen Aspekten zu radikal. Das kommt an dieser Stelle nicht so klar rüber, deshalb habe ich den Artikel eben noch einmal etwas angepasst 🙂 LG Anita

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