Reiseplanung: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

8. September 2015

Reisen mit der Familie und mit Stil_Reiseplanung

 

Die Sommerferien sind vorbei, und ich habe während unsere Rundreise durch Spanien viele Erfahrungen für die Reiseplanung als Anonyme Chaotin gesammelt, die ich jetzt mit euch teilen möchte. Schließlich ist nach dem Urlaub vor dem Urlaub und die Herbstferien kommen bestimmt. 

 

Bei der Reiseplanung mit Familie und mit Stil gilt es zunächst, ein schönes Urlaubsziel festzulegen. Hier stehe ich schon immer vor der ersten Herausforderung, weil es nur ein sehr rares Angebot an bezahlbaren glamourösen Reisen für Familien gibt. Doch zum Glück bin ich immer offen für neue Erfahrungen. Es muss ja nicht IMMER das Luxushotel sein. Deshalb hatte ich Prof. M. vorgeschlagen, in Spanien zelten zu gehen. 

 

Leider ist Prof. M. nicht so abenteuerlustig und naturverbunden wie ich und weigert sich partout, mit mir in einem Zelt zu übernachten. Als ob ich mich anstellen würde! Da schätzt er mich wirklich völlig falsch ein. Ich habe weder Angst vor Insekten noch brauche ich immer ein Badezimmer.

Ha, als ob ich mich vor einer Mücke fürchten würde. Ich bin eben sensibel und etwas schreckhaft, aber dass ich „die ganze Zeit hysterisch rumschreie,“ wie Prof. M. behauptet, ist wirklich übertrieben.

 

Dabei wäre es bestimmt so romantisch. Nach einem langen Tag an der frischen Luft, schlafen unsere Kinder eingekuschelt im Zelt (ich habe letztens in New York bei Cath Kidston wirklich ein wunderschönes Zelt mit Blumenmuster gesehen!). Prof. M. und ich sitzen am Lagerfeuer. Wir schauen zu den Sternen hinauf, und er legt mir zärtlich seine Jacke über die Schultern, damit ich nicht friere…. Schön, oder?

 

Nun gut, leider konnte ich ihn bisher noch nicht von dieser Idee überzeugen. Trotzdem haben wir eine sehr schöne Reise durch Spanien gemacht, und ich habe hier meine wichtigsten Tipps für die nächste Reiseplanung mit Familie und mit Stil für euch zusammengestellt. 

 

1.) Geheime Urlaubswünsche:

 

Sprecht mit eurem Partner nicht zu detailliert über eure tatsächlichen Vorhaben im Urlaub. An dem Zelt-Beispiel kann man sehr gut erkennen, dass ich hier zu offen mit Prof. M. gewesen bin. Er fand meine Vorstellung unglaubwürdig und hat den ganzen Plan unverständlicherweise abgelehnt. Viel besser bin ich bei unserem Aufenthalt in Barcelona vorgegangen. Ich habe ihm viele Informationen zum Fussballstadion Camp Nou rausgesucht und die ganze Zeit davon gesprochen, dass ein Besuch des Stadiums wirklich ein absolutes Barcelona Highlight ist! Gleichzeitig habe ich darauf geachtet, dass unsere Unterkunft zentral in der Nähe der Shops liegt. So konnte ich Prof. M. mit den Kindern das Stadium besichtigen lassen, und ich hatte in Ruhe Zeit für eine kleine Einkaufsrunde. Hätte ich die ganze Zeit vom Shoppen gesprochen, wäre mein Plan garantiert nicht aufgegangen :). 

 

2.) Reiseplanung: Vorhaben – Weniger ist mehr:

 

Wenn ihr aus dem Urlaub frisch, erholt und entspannt zurückkommen wollt, nehmt euch besser nicht zuviel vor. Ich neige dazu, auch im Urlaub noch etwas erledigen zu wollen, wie z.B. bloggen, stricken, lesen, shoppen, Fitness, Sightseeing. Aber gerade im Urlaub sollte man auch einmal einen Gang zurückschalten. Denn auch diesmal bin ich etwas enttäuscht gewesen, dass ich in unserem Urlaub meinen Plan, jeden Tag mit einer Stunde Yoga und einer kleinen Joggingrund zu beginnen, gefolgt von einem produktiven Stündchen am PC nicht umgesetzt habe.

 

3.) Reiseplanung Gepäck: – Pink Zen Packing

 

Gerade wir Anonymen Chaoten neigen dazu sehr viel Gepäck mitzunehmen. Kaum am Urlaubsort angekommen, wird alles ausgeräumt und im Hotelzimmer verteilt. Meistens kommt man dann trotzdem mit vielen ungetragenen Stücken wieder zurück. Verwunderlicherweise habe ich bei der Rückreise auch immer viel mehr Gepäck als bei der Anreise – ein für mich immer noch unerklärliches Phänomen. Auch die Dinge zur Freizeitbeschäftigung (s. Punkt 2) machen viel Gewicht aus. Damit der Urlaubslook trotzdem stimmt, empfehle ich eine minimalistische, gut durchdachte Garderobe (dazu bald mehr mit meiner Methode des Pink Zen Packing). Falls ihr das für euch nicht umsetzten möchtet, können auch alternativ euer Partner und die Kinder mit einer minimalistischen, gut durchdachten Auswahl fahren. So bleibt mehr Platz für euch. 

 

3.) Zeit für sich schaffen:

 

Also bei uns läuft es ja immer harmonisch ab. Streitereien kennen wir eigentlich gar nicht. OK, bis auf das eine Mal, als in Sevilla alle Shops geschlossen waren, obwohl Prof. M. mir VERSPROCHEN hatte, dass sie auch sonntags geöffnet sind, und ich am Tag davor in den schönen Taschenladen nicht reingegangen bin, weil es Prof. M. wirklich „viel zu heiß“ war. Und dann noch einmal als Malchen im Auto die ganze Zeit gemeckert hat und Willi einen Schreianfall bekam, weil….. Wie dem auch sei. Der Punkt ist: macht auch einmal etwas alleine und genießt dann die Zeit zusammen. 

 

4.) Budgetplanung:

 

Besonders bei der Buchung von mehreren Posten, wie verschiedene Unterkünfte, Mietwagen, Zugfahrten etc. sollte man im Vorfeld berechnen, wie viel alles zusammen kosten wird. Sonst ist man unter Umständen am Ende etwas überrascht, wie teuer Reisen ist. Wenn ihr jetzt denkt – das ist ja wohl selbstverständlich – dann steckt in Euch wahrscheinlich kein echter Anonymer Chaot. Mir war dieser Gedanke jedenfalls neu :).

 

Habt ihr auch ein paar gute Tipps für eine entspannte Reise mit der Familie und mit Stil? 

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