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rosanita

  • Wäscht man Wäsche mit Gefühl und Muße, so entdeckt man plötzlich auch die schönen Seiten des Wäschewaschens – zum Beispiel habe ich mich an diesem Wochenende ganz entspannt treiben lassen, in mich hineingehört und gelauscht, ob ich gerade in der Stimmung bin, eine Maschine Wäsche zu waschen (Antwort: nein) und mich stattdessen lieber etwas ausgeruht. Da sagt Prof. M. plötzlich: „Ich wasch dann mal.“, nimmt die dunkle Wäsche und stellt sie an. Ist das nicht toll? Ihr seht – geht man das Wäschewaschen ganz entspannt an, dann wäscht sich die Wäsche fast von selbst.

  • Also langsam reicht es mir mit dieser Wäsche wirklich! ÜBERALL macht sie sich breit. Ich habe euch ja schon gesagt, geht man mit der Wäsche nicht sensibel um, verliert man schnell die Oberhand und man bekommt sie nur sehr schwer wieder in den Griff (s. auch hier die Wäsche unser sechster Mitbewohner).
    Aus diesem Grund habe ich verschiedene Strategien getestet, um endgültig die emotionale Frage zu klären: Wie oft sollte man eigentlich Wäsche waschen?

  • Es gibt wenige Aufgaben, die genauso unglamourös sind, wie das Sockensortieren. Da hat man schon ganz tapfer die ganze Wäsche zusammengelegt und am Ende steht man vor einem riesigen Sockenberg, der fast immer nur aus Einzelsocken besteht. Stellt euch vor, in unserem fünfköpfigen Haushalt sind jede Woche ca. 70 Socken in der Wäsche, die ich zu Paaren sortieren müsste! Nein, also in dieser Zeit sollte man wirklich etwas Schöneres machen – Shoppen zum Beispiel, oder einen kleinen Schönheitsschlaf, oder man könnte mal wieder einen Friseurtermin machen – alles Aufgaben, die wirklich wichtig und definitiv viel glamouröser sind als Sockensortieren.

  • Es gibt Tätigkeiten im Haushalt, die man irgendwann einmal übernommen hat und für die man seitdem automatisch immer zuständig ist. Beispielsweise ist Prof. M. für den Müll verantwortlich und für das Saugen und Kochen… meistens auch für das Bettenmachen und Bodenwischen, ach ja, und für das Einkaufen (er ist aber auch wirklich so stark und kann ganz toll tragen).  

    Dafür habe ich die Wäsche. Ja, an dieser Stelle muss man mich bitte kurz bewundern und bemitleiden. 

  • Wie gesagt, die Wäsche macht sich wie ein sechster Mitbewohner bei uns ziemlich breit. Hier ist wirkliches Fingerspitzengefühl gefragt, um die Wäsche in ihre Schranken zu weisen. Verscherzt man es sich mit ihr, okkupiert sie schnell noch weitere Bereiche der Wohnung, wie den Badboden, das Bett oder sogar das Sofa. 

    Meine erste Strategie für ein harmonisches Miteinander ist deshalb: Weniger Wäsche, mehr Liebe. 

  • Ich liebe Pinterest. Es gibt nichts Schöneres, als die ganze Zeit neue Fashionblogs zu finden, Dekoideen zu sammeln oder auch Putztipps zu suchen. Prof. M. nimmt diese Leidenschaft nicht immer ernst und sagt: “Anstatt die Putztipps zu pinnen, solltest du sie lieber ausprobieren!“. Er versteht einfach nicht, dass ich sie natürlich zu gegebener Zeit ausprobieren WERDE. So wie heute. 

  • Kennt ihr das Gefühl? Man räumt und räumt und räumt und putzt und putzt und – ok zwischendurch musste ich die Vogue kurz durchblättern, aber nur, um zu schauen, ob ich sie noch behalten muss (ja) oder ob ich sie schon aussortieren kann (nein). Naja jedenfalls ist man eine gefühlte Ewigkeit dabei, die Wohnung aufzuräumen und am Ende ist man völlig erschöpft, aber man sieht gar keinen Unterschied zu vorher.

  • Packen ist für viele Menschen ja ein großer Stressfaktor am Verreisen. Nicht für mich! Also Packen ist wirklich GAR kein Problem. Ich lebe ja praktisch aus dem Koffer. Ich wähle ganz intuitiv ein paar Outfits aus dem Schrank, werfe sie in meinen Koffer und los geht’s. Das Ganze dauert maximal 10 Minuten. Ok, vielleicht 20 Minuten ohne Schuhe aussuchen. Und ohne Packen für die Kinder.

  • Der letzte Schritt im Entscheidungsorientierten Ansatz besteht darin, zu kontrollieren, ob die gewählte Strategie auch funktioniert hat. Ich zum Beispiel würde nun niemals mehr auf die Idee kommen, einfach alles auf die Pre-Organizing Station zu legen oder einkommende Briefe auf einem anderen Schrank abzulegen.

  • Heute kommen wir schon zur 7. und letzten Strategie für eine glamouröse Home-Office Organisation.

    Erinnert ihr euch? Ich habe zunächst die Verantwortung für unsere Papiere klar geregelt, mir eine glamouröse Ausstattung zugelegt, meinen Look und meine Einstellung verbessert, den Papierberg enorm reduziert und unser Home-Office nach einer einfachen Struktur organisiert. Was fehlt jetzt noch?

    Genau, der letzte Punkt: Wie kann man aus der unangenehmen Aufgabe der Home-Office Organisation eine angenehme Aufgabe machen?

    Hier sind meine Tipps, wie man sich wieder auf die Organisation des Home-Office freuen kann:

  • Merkt ihr es? Nachdem ich die Unmengen an Papier in unserem Home-Office radikal aussortiert habe (s. mein letzter Post) nähern wir uns langsam dem Ziel, unser Home-Office mit Stil zu führen. Jetzt müssen wir uns nur noch dem größten Punkt, der Struktur der wichtigen Dokumente widmen.

    Schließlich soll das Ablagesystem völlig intuitiv sein, damit sich das Home-Office fast von alleine führt und ich immer genau weiß, wo ich welches Dokument finden kann. Bisher sind wir an der Etablierung eines guten Systems leider gescheitert (s. die Rosenbox)

    Prof. M. meint, dass meine bisherigen Systeme einfach viel zu kompliziert und umständlich waren und eine farbliche Ordnung der Dokumente nun wirklich „keinen Sinn mache.“ Da sieht man mal wieder, dass auch Professoren nicht unbedingt Sinn für Komplexität haben!

    Mein neues glamouröses Ordnungssystem muss also so einfach sein, dass „in die Rosenbox schmeißen“ genauso viel Arbeit macht, wie „ordentlich in den Ordner abheften“.