Endlich weniger Wäsche waschen – mein Fazit zum Wäschefasten

by rosanita
Wir haben gerade 40 Tage Wäschefasten hinter uns. In dieser Zeit haben wir versucht das Wäsche waschen zu reduzieren und genauer zu hinterfragen, ob man Kleidung in die Waschmaschine stecken muss. Hier lest ihr, was ich daraus gelernt habe.

Diese Fastenzeit war für uns eine sehr besondere Fastenzeit, in der wir wirklich eine große Entspannung in unserem Familienalltag gespürt haben. Denn zusammen mit Nicole von Familie Ordentlich haben wir unseren Wäscheberg deutlich reduziert und versucht, während der 40-tägigen Fastenzeit so wenig Wäsche wie möglich zu produzieren.

Warum Wäschefasten?

Wir haben gerade 40 Tage Wäschefasten hinter uns. In dieser Zeit haben wir versucht das Wäsche waschen zu reduzieren und genauer zu hinterfragen, ob man Kleidung in die Waschmaschine stecken muss. Hier lest ihr, was ich daraus gelernt habe.

Das Fastenziel war, unsere Waschgewohnheiten und Routinen zu hinterfragen – muss man wirklich so viel Wäsche waschen? Unsere Hauptmotivation war vor allem, mehr Nachhaltigkeit in unseren Alltag zu bringen und natürlich weniger Arbeit mit der Wäsche zu haben (der beste Grund, wie ich finde ;). Mich hat besonders gestört, dass das Wäschewaschen so viel Zeit und Raum in unserem Leben beansprucht. In einer normalen Woche haben wir bisher ca. fünf Maschinen Wäsche gewaschen. Das Bügelbrett auf dem wir die Kleidung zusammenlegen, steht eigentlich immer in der Wohnung und ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Einrichtung geworden. Auch die gefaltete Wäsche tummelt sich meistens noch einige Tage auf dem Bügelbrett herum, bis wir es endlich schaffen, sie in den Schrank einzuräumen. Damit ist die Wäsche eigentlich täglich präsent.

Das wollte ich gerne ändern und habe mich vor allem an die Erzählungen meiner Oma erinnert, die nur alle paar Wochen einen Waschtag eingelegt hat. Sie hat die Wäsche früher noch mit der Hand gewaschen, und es war jedesmal sehr anstrengend und zeitaufwendig. Wusstet ihr schon, dass die erste Waschmaschine in Deutschland erst 1951 auf den Markt gekommen ist? Heute geht das Waschen zwar sehr bequem, aber ich glaube, dass wir trotzdem mindestens genauso viel Arbeit mit der Wäsche haben wie meine Oma. Schließlich wäscht man heute alles viel öfter und die meisten besitzen auch deutlich mehr Kleidung. Deshalb war meine Idee für die Fastenzeit, die Vorzüge der Waschmaschine auch wirklich zu genießen und endlich weniger Arbeit mit der Wäsche haben.

Weniger Wäsche ohne zu stinken – Wie funktioniert Wäschefasten?

Wir haben es in der Fastenzeit tatsächlich geschafft, unseren Wäscheberg deutlich zu reduzieren. Die wichtigste Verhaltensänderung war, Kleidungsstücke etwas länger zu tragen (ohne zu stinken versteht sich). Dabei kann ich gar nicht genau sagen, wie oft wir etwas angezogen haben, weil es immer sehr stark von unseren Tagesaktivitäten abhängig war. Aber man spart schon allein damit Wäsche ein, dass man etwas gründlicher überlegt, ob ein Kleidungsstück wirklich schon gewaschen werden muss. Ein kurzer Blick- und Geruchstest gibt hier ein ganz klares Ergebnis.

Hier noch ein Extra Pro-Tipp: Jeder kontrolliert seine Wäsche auf Flecken und Gerüche selbst. Besonders bei stärker riechenden Familienmitgliedern sollte der Geruchstest mit großer Vorsicht durchgeführt werden oder an andere geruchsunempfindliche Familienmitglieder (wie z.B. Prof. M.) delegiert werden ;).

Was uns auch sehr dabei geholfen hat, den Wäscheberg zu reduzieren, war eine entspanntere Einstellung zu schmutziger Kleidung. Das haben wir uns von den Dänen abgeschaut: Kinderjacken und Schneeanzüge werden, egal wie schmutzig sie sind, sehr selten gewaschen – wenn überhaupt bürstet man sie ab. Das schont die Imprägnierung und spart Arbeit und die Kinder kommen ja sowieso am nächsten Tag wieder schmutzig nach Hause. Außerdem ist ein verdreckter Schneeanzug Zeichen für einen tollen Tag an der frischen Luft (das ich das mal so sage :)!).

Ganz wichtig auf dem Weg zu weniger Wäsche war auch, dass ich halbvolle Waschmaschinen nicht mehr mit leicht schmutziger Wäsche auffülle, die in der Wohnung herumliegt. Jetzt warten wir einfach immer ab, bis eine Maschine richtig gefüllt ist. In diesem Beitrag könnt ihr noch einmal ausführlicher nachlesen, was wir unternommen haben, um so wenig Wäsche wir möglich zu produzieren.

Wir haben gerade 40 Tage Wäschefasten hinter uns. In dieser Zeit haben wir versucht das Wäsche waschen zu reduzieren und genauer zu hinterfragen, ob man Kleidung in die Waschmaschine stecken muss. Hier lest ihr, was ich daraus gelernt habe.

Wäschefasten – mein Fazit

Ich muss sagen, nach unserem Müllfasten und meinem Klamottenfasten war das Wäschefasten wirklich sehr sehr einfach! Ich war selbst erstaunt, wie leicht es uns gefallen ist und kann es wirklich nur jedem weiterempfehlen. In Zukunft werden wir es auf jeden Fall (in etwas leichterer Form) weiterführen. Es ist nachhaltiger, wir sparen Geld und haben vor allem weniger Arbeit. Dafür muss man eben auf etwas Luxus – wie z.B. ein tägliches frisches Shirt oder ständig frische Bettwäsche – verzichten. Mit diesen kleinen Änderungen haben wir es geschafft, den Wäscheberg deutlich zu reduzieren. Anstatt fünf Maschinen sind wir in manchen Wochen gut mit drei Ladungen ausgekommen (in einem fünf Personen Haushalt). Das ist doch ein toller Erfolg!

Besonders gut funktioniert das Wäschefasten bei Kleidung. Ich habe festgestellt, dass wir häufig Kleidung aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit in die Wäsche werfen. Hier lohnt es sich total, die Stücke etwas genauer zu untersuchen. Auch Bettwäsche und Handtücher haben wir in der letzten Zeit ein paar Tage länger benutzt. Besonders die Kinderhandtücher habe ich nicht so oft gewaschen, da die Kleinen auch nicht täglich duschen. Allerdings muss man hier sehr gut aufpassen, dass die Handtücher gut trocknen und ausgelüftet werden. Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben, wie oft man was waschen sollte.

Allerdings klappt Wäschefasten natürlich nicht immer und auch wir hatten mit zwei größeren Rückschlägen zu kämpfen. Direkt am ersten Wochenende hatte unsere Kleine einen schlimmen Infekt, nachdem wir die Bettwäsche und viele Handtücher frisch waschen mussten. Der nächste Tiefpunkt ereignete sich dann kurze Zeit später, als wir einen Wasserrohrbruch hatten und ich fast alle unsere Handtücher zum Aufsaugen des Wassers benutzt hatte und sie danach auch waschen musste. Und manchmal kommen die Kinder eben so verschmutzt nach Hause, dass auch meine neue dänische Gelassenheit nichts bringt und sie sich auf jeden Fall etwas Frisches anziehen müssen. Aber diese Aktion hat mir wirklich die Augen geöffnet, wie viele Teile bei uns dann doch leider in der Wäsche landen, obwohl sie noch nicht wirklich schmutzig sind und vor allem wie viel Arbeit man sich eigentlich sparen kann.

Übrigens plane ich schon meine nächste Aktion zum Thema Wäsche. Wusstet ihr, dass in Deutschland 94% der Männer keine Wäsche waschen? Diese Zahl hat mich doch sehr erschrocken, denn ehrlicherweise erledige auch in unserem Haushalt ich die meiste Wäsche. Das geht natürlich so nicht weiter – schließlich ist nach dem Rosanisiert Prinzip Haushalt Familiensache. Prof. M. hat jedenfalls schon etwas ängstlich geschaut, denn ihm war sofort klar, dass wir natürlich hier mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Seid also gespannt!

Was haltet ihr vom Wäschefasten? Könntet ihr euch vorstellen, das auch auszuprobieren?

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4 comments

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4 comments

Ninchen 30. April 2019 - 19:11

Wäschefasten.. was für eine Inspiration! Großes Dankeschön, Anita <3
Denn obwohl ich kein heimliches Faible fürs Wäscheaufhängen habe, war ich trotzdem jedes Wochenende damit beschäftigt, 3-4 Wäscheladungen (hell,dunkel, heiß und Feinwäsche) für gerade mal 2 Personen zu bewältigen.

Also hatte ich mir folgendes vorgenommen:
1. Nur noch 1x hell und 1x dunkel pro Woche bei 30 °C; bei wenig Wäsche auch hell und dunkel zusammen, wenn kein Weiß dabei (vorher 40° Grad); Vollwaschmittel
2. Feinwäsche alle 2 Wochen (wenn nötig, wie bisher jede Woche)
3. 1 x im Monat Heißwäsche bei 95 Grad (ggf. plus 1 x im Monat 60 Grad; vorher 1 x pro Woche bei 70 oder 80 Grad)
4. Möglichst oft Merino-T-shirts tragen, da diese geruchshemmend sind und somit öfter getragen werden können (und wenn möglich keine neue Baumwollbekleidung kaufen)
5. Kleidung länger tragen; ich experimentiere auch ein wenig damit, getragene Wäsche mit effektiven Mikroorganismen oder meinem Natrondeospray einzunebeln, um sie öfter tragen zu können (hier weiß ich nicht so Recht, ob das was bringt)

Fazit: Ich konnte die Wäschen im letzten Monat um fast die Hälfte verringern, was für ein Erfolg!

Ich frage mich gerade, ob was dagegen spricht, wenn man Handtücher, ggf. Bettwäsche/ Unterwäsche auch mal in der 30°-Wäsche mit Vollwaschmittel (!) mitwäscht, sofern keiner krank ist und die Wäsche beim nächsten Mal wieder heiß gewaschen wird? Oder schafft das Vollwaschmittel die Bakterien (und ggf. Milben) nicht? Seidenunterwäsche wäscht man ja auch kühl, so meine Überlegung. Aber ich will schließlich das Wäschefasten auch nicht übertreiben zu Ungunsten von Hygiene!

Liebe Grüße, Nina

Reply
rosanita 1. Mai 2019 - 15:18

Liebe Nina,
wie toll, dass du deinen Wäscheberg schon so deutlich reduzieren konntest! Vielleicht kannst du ja noch versuchen, die Kochwäsche ausfallen zu lassen? Eigentlich braucht man keine Wäsche mehr so heiß zu waschen. 60 Grad reicht völlig aus, zumal die Bleichmittel im Vollwaschmittel auch desinfizierend wirken. Und den allergrößten Energieverbrauch hast du während des Waschens beim Aufheizen des Wassers. Auch wenn man Handtücher und Bettwäsche natürlich bei 60 Grad waschen sollte, fülle ich auch manchmal meine 30 Grad Wäsche damit auf. Besonders wenn du Vollwaschmittel benutzt, sollte das kein Problem sein. Vielleicht werden hier nicht mehr alle Bakterien entfernt, aber das Handtuch ist für meinen Standard dann trotzdem sauber genug ;).
Viele Grüße
Anita

Reply
Ninchen 2. Mai 2019 - 14:05

Liebe Anita,
das mache ich. Irgendwo hatte ich noch im Kopf, dass es sinnvoll sein kann, einmal pro Monat mit 95 Grad zu waschen. Aber vermutlich eher dann, wenn man Colorwaschmittel nimmt. Ab sofort also statt dessen 60 Grad.

Ich bin wirklich froh, dass ich bei dir übers Wäschefasten gelesen habe. Weniger Arbeit, weniger Energie und weniger Kosten – besser gehts nicht! :-)

Reply
Hendrike 9. Mai 2019 - 23:30

Tausend Dank für die geniale Idee des Wäschefastens! Sie hat mich dazu inspiriert, auch einfach weniger zu waschen: Nämlich nur das, was wirklich (wirklich) gewaschen werden muss. Und ich bin begeistert! Wie viel Arbeit man sich einfach mal sparen kann ohne Abstriche zu machen, die weh tun, find ich enorm! Außerdem wasche ich nur noch freitags und samstags. So bin ich Sonntagabend damit durch. Dass immer überall in der Wohnung Wäsche war – erst auf Wäscheständern, dann gefaltet aber nicht wegsortiert – hat mich nämlich auch mega genervt!

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