Ordnung im Flur – wohin mit der Post? So sieht unsere Poststation aus

by rosanita
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie wir die eingehende Post organisieren mithilfe unserer einfachen Poststation. Endlich gibt es keine Papierhaufen mehr überall und es herrscht Ordnung im Flur und Ordnung in der Küche.

Kennt ihr das auch? Ihr kommt voll beladen nach Hause, in der einen Hand die Einkaufstüten, mit dem anderen Arm tragt ihr ein Kind, Ranzen oder noch mehr Einkaufsbeutel. Die Post habt ihr euch noch schnell unter den Arm geklemmt. Ihr kommt zur Tür hinein und lasst erst einmal erleichtert alles fallen. Dann helft ihr den Kindern beim Ausziehen, räumt Jacken und Schuhe weg, schleppt die Einkäufe in die Küche – und die Post? Die wird schnell (wenn überhaupt) geöffnet, nach wichtigen Infos gescannt und dann auf einen der vielen Papierhäufchen gelegt, die sich im Flur, auf dem Esstisch oder auf der Küchenanrichte ansammeln. Zu diesen Post-Papierhäufchen gesellen sich schnell Zettel mit To-Do Listen oder Notizen, Informationsblätter aus der Schule und dem Kindergarten, Gutscheine, Quittungen und natürlich Kunstwerke der Kinder. Innerhalb kürzester Zeit haben sich hier überall riesige Papierstapel angesammelt, um die ihr euch irgendwann mal kümmern müsstet. Und – wo war noch mal der wichtige Brief vom Finanzamt??? Da ich zu diesem Thema jetzt schon mehrere Anfragen bekommen habe, erzähle ich euch heute, was bei uns ganz gut gegen diese Papierstapel funktioniert:

1.) Papiere aller Art werden nur noch an EINEM Ort gesammelt

Egal um welche Papiere es sich handelt, wir haben bei uns einen Ort festgelegt, wo wir alle Papiere sammeln. Das ist zumindestens die Idee. Prof. M. behauptet zwar, dass ich wo ich gehe und stehe Papierhäufchen hinterlasse, aber das ist natürlich völlig übertrieben. Vielmehr finde ich ständig von IHM ausgedruckte wissenschaftliche Paper, Quittungen oder Notizzettel. Nachdem wir etwas länger darüber diskutiert haben, wer der Hauptverursacher dieser Papierstapel ist, hat er am Ende zum Glück eingesehen, dass ER Schuld ist. Mit einem „Ist ja auch egal“ hat er mir Recht gegeben und sich wieder an seine Datenauswertung gesetzt. Damit wir dieses Ziel auch durchhalten und nicht wieder beginnen, Papier in allen Ecken anzuhäufen, habe ich auf alle „Hot Spots“ einen schönen Dekogegenstand gestellt. So ist für die Papierstapel eben einfach kein Platz. Prof. M. hat die Idee noch nicht so ganz verstanden und legt die Papiere gerne AUF meinen Vasen und Kerzenlichtern ab, aber ich bin sicher, dass es in Zukunft klappen wird.

2.) Übe dich in Selbstkontrolle und Liebe

Ok – das klingt jetzt etwas esoterisch. Aber was ich damit sagen will ist – überdenke deine Einstellung den Papierstapeln gegenüber (lies hier das Rosanisiert-Prinzip). Verbindest du mit ihnen immer nur eine unangenehme Aufgabe, die nie aufhört und dich jeden Tag nervt? Probiere mal diese zwei Dinge zu stärken:

  1. Selbstkontrolle: Dein neues Mantra heißt „Papiere zu Papieren“. Sage es dir immer wieder auf, wenn du ein Papier in der Hand hast und lege alle Briefe und Papiere immer nur an einen Ort ab. Der Meister der Selbstkontrolle bist du natürlich, wenn du sie direkt bearbeitest oder in den richtigen Ordner heftest. Prof. M. hat dieses Mantra jetzt von mir schon so oft hören dürfen, dass er jedesmal einen dankbaren Blick gen Himmel wirft, sobald ich es zu ihm sage (so interpretiere ich jedenfalls sein Augenrollen).
  2. Liebe: Ihr wisst ja, eine Regel der Rosanisiert Ordnungs-Challenge ist die richtige Einstellung. Das gilt auch für die Papierstapel. Vielleicht versuchst du mal, die Papiere nicht immer nur mit einem abschätzigen, genervten Blick zu beachten? Die meisten Briefe und Papiere enthalten nämlich gar keine unangenehmen Informationen. Da gibt es schöne Einladungen, liebevolle Gemälde oder sogar Gutscheine (muss Prof. M. unbedingt daran erinnern, mir mal wieder einen Massagegutschein zu schenken). Nur ein kleiner (na gut ein mittlerer) Teil besteht aus Rechnungen und offizieller Post. Und überhaupt ist meistens die Angst vor dem Anfangen am größten. Wenn man sich erst einmal mit dem Papierkram auseinandersetzt, ist es meistens gar nicht sooo schlimm.

3.) „Bitte keine Werbung“ und Papiermüll direkt entsorgen

Seitdem wir ein „Bitte keine Werbung“ Schild auf unserem Briefkasten haben, sind unsere Papierstapel deutlich kleiner geworden. Hier in Dänemark haben wir auch keine Tageszeitung mehr, Zeitschriften kaufe ich auch so gut wie keine und unser Drucker hat den Geist aufgegeben (traurig, aber effektiv im Kampf gegen die Papierberge). Diese Faktoren haben unseren Papierstapel wirklich enorm reduziert. Zusätzlich haben wir ganz in der Nähe unserer „Poststation“ den Papiermüll platziert, sodass geöffnete Briefumschläge und erledigte Papiere direkt entsorgt werden können.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie wir die eingehende Post organisieren mithilfe unserer einfachen Poststation. Endlich gibt es keine Papierhaufen mehr überall und es herrscht Ordnung im Flur und Ordnung in der Küche.

4.) Unsere Poststation: offen, leicht zugänglich und einfach

Ich habe ja schon verschiedene Postsortierstationen getestet. Wir hatten eine große Kiste, in der wir alle Arten von Papiere gesammelt haben, um sie „irgendwann“ zu bearbeiten und abzuheften (diese Kiste war bald so voll, dass wir schnell nicht mehr wussten, was sich am Boden befand), wir haben ein Schubladensystem ausprobiert, bei dem wir die eingehende Post nach „zu bearbeiten“ und „abheften“ sortieren wollten (hier könnt ihr sie ansehen,) und wir haben schon getestet einfach gar keine Poststation zu haben und die Briefe „immer sofort zu bearbeiten und abzuheften“ (haha, wer es glaubt wird selig). Diese Systeme sind hauptsächlich an drei Dingen gescheitert:

  1. Sie waren verschlossen: Sowohl unsere große Kiste als auch mein Schubladensystem war geschlossen. Das macht natürlich einen ordentlichen Eindruck, aber es bedeutet auch „aus den Augen aus dem Sinn“. Denn sobald die Briefe aus dem Sichtfeld verschwunden waren, haben wir sie einfach vergessen. Mit der Zeit ist diese Kiste immer voller geworden und wir haben schnell eine Rechnung vergessen oder eine Frist verpasst.
  2.  Sie waren nicht leicht zugänglich: Ein Problem meines schönen Schubladenorganizers war, dass wir zu faul waren die Schubladen zu öffnen und die Post immer nur oben drauf geworfen haben. Das klingt vielleicht jetzt etwas komisch, denn es sollte ja wohl kein Problem sein, eine kleine Schublade aufzumachen, um einen Brief dort hineinzulegen. ABER – wenn man so vollgepackt und abgehetzt nach Hause kommt, dann ist einem oft jeder Handgriff zu viel. Deshalb ist unsere neue Poststation offen, sodass es keinen großen Unterschied macht, ob wir die Briefe auf den Tisch oder dort ablegen.
  3. Sie waren zu kompliziert: Sowohl die Schubladenlösung als auch das Prinzip immer alles sofort zu erledigen war zu umständlich.  Im Alltag schafft man es nicht immer, so konsequent zu sein und ist dann nur enttäuscht, wenn es nicht so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat.

5.) Unsere Poststation – klein und einfach

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie wir die eingehende Post organisieren mithilfe unserer einfachen Poststation. Endlich gibt es keine Papierhaufen mehr überall und es herrscht Ordnung im Flur und Ordnung in der Küche.

Als wir noch unsere große Rosenkiste zur Aufbewahrung der Papiere hatten, konnten wir Monate ins Land ziehen lassen bis sie so voll war, dass wir uns wirklich darum kümmern mussten. Deshalb haben wir uns diesmal für eine kleine Poststation entschieden, in der nicht so viele Briefe Platz haben. Sie ist schneller voll und so schauen wir sie regelmäßig durch. Denn bei den Papieren und der einkommenden Post gilt: „Regelmäßigkeit is King“. Je regelmäßiger man sich darum kümmert, desto weniger schlimmer wird es.

Und so funktioniert unsere Poststation:

In den rosa Stehhefter kommen alle Papiere, die sich im Laufe des Tages bei uns ansammeln, wie z.B. die eingehende Post, Briefe aus der Schule oder Notizzettel. Damit ich die Möglichkeit habe, die Zettel vorzusortieren, gibt es zwei große Heftklammern für „Ablage“ (also alles, was wir aufheben und abheften müssen) und „Aktion““ (also alles, was wir erst noch bearbeiten müssen: z.B. Antwort schreiben, Rechnung zahlen etc.). Alle anderen Papiere kommen einfach lose in den Stehhefter. Diese Klammern sind eher als eine Art Empfehlung zu sehen, denn meistens legen wir die Papiere einfach nur so in den Stehhefter. Das ist aber dann auch nicht so schlimm, da die Zahl der Papiere relativ überschaubar bleibt.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie wir die eingehende Post organisieren mithilfe unserer einfachen Poststation. Endlich gibt es keine Papierhaufen mehr überall und es herrscht Ordnung im Flur und Ordnung in der Küche.

Bei allen Papieren, die nur eine kleine Information enthalten (z.B. Termin für Schulfest oder Telefonnummer) schreibe ich mir eine Notiz in mein Bullet Journal und entsorge sie direkt. Da die Stehhefter wirklich sehr gut sichtbar in unserer Küche stehen und ich sie auch mit Absicht so gedreht habe, dass die offene Seite zur Raummitte schaut, verliert man die Post nicht so schnell aus den Augen.

Der hellgrüne Stehhefter daneben ist übrigens unsere Sammelstelle für Kinderkunst. Wenn die Kleinen mal so richtig im kreativen Flow sind, da nimmt die Bilderflut kein Ende mehr. Aber darüber muss ich vielleicht mal einen neuen Blogpost schreiben.

Jetzt verratet mir doch mal – was macht ihr mit der einkommenden Post?

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