Nie wieder Socken sortieren - Rosanisiert

Nie wieder Socken sortieren

19. Oktober 2015

Nie wieder Socken sortierenNie wieder Socken sortieren

Es gibt wenige Aufgaben, die genauso unglamourös sind, wie das Sockensortieren. Da hat man schon ganz tapfer die ganze Wäsche zusammengelegt und am Ende steht man vor einem riesigen Sockenberg, der fast immer nur aus Einzelsocken besteht. Stellt euch vor, in unserem fünfköpfigen Haushalt sind jede Woche ca. 70 Socken in der Wäsche, die ich zu Paaren sortieren müsste! Nein, also in dieser Zeit sollte man wirklich etwas Schöneres machen – Shoppen zum Beispiel, oder einen kleinen Schönheitsschlaf, oder man könnte mal wieder einen Friseurtermin machen – alles Aufgaben, die wirklich wichtig und definitiv viel glamouröser sind als Sockensortieren.

Insbesondere weil Socken sortieren auch eine sehr undankbare Aufgabe ist. Wenn ich Prof. M. erzähle, dass ich alle Socken sortiert habe, dann sagt er nur „Mmmmh“. Ohne jegliches Interesse! Er schaut meistens noch nicht einmal auf, so unbeeindruckt ist er.

Deshalb habe ich mir wirklich sehr gute Strategien überlegt, die auch für Anonyme Chaoten gut umsetzbar sind, sodass Socken sortieren bald der Vergangenheit angehört:

  1. Alle Socken gleich: Ich habe Prof. M. vier Packungen schwarze Strümpfe gekauft, die alle genau gleich sind. Jetzt müssen seine Socken nur noch in die entsprechende Schublade geworfen werden, ohne Paare zu bilden. Er besitzt noch ein paar weiße Sportsocken, die lege ich in einen Extrakasten. Falls ihr euch wundert, den schönen roten Glitzerkasten für die Sportsocken habe natürlich ich ausgesucht, nicht Prof. M..Alle Socken gleich
  2. Socken ineinander krempeln: Für die Kinder und mich kommt diese Strategie aber nicht zum Einsatz, weil wir wirklich schöne Strümpfe besitzen. Deshalb krempel ich unsere Socken direkt nach dem Ausziehen oben am Schaft ineinander. Meistens bleiben sie in der Wäsche zusammen und man muss den zweiten Strumpf nicht suchen. Wichtig ist dabei, dass der Fuß nicht eingekrempelt ist, sonst werden die Socken leider nicht sauber.DSC_4160
  3. Socken in ein Wäschenetz: Falls ihr schon Wäsche sensibel sortiert, könnte jede Person die Socken natürlich auch zusammengekrempelt in ein eigenes Wäschenetzt stecken. So hat man nach dem Waschen gleich alle Socken zuammen. Das ist im Prinzip eine super Idee, hat sich aber bei uns noch nicht so GANZ durchgesetzt. Komisch eigentlich…Dabei sortieren wir die Wäsche ja wirklich IMMER vor und werfen sie NIE einfach so auf einen Haufen oder den Boden :).
  4. Sockenmemory: Falls man trotz all der guten Vorschläge mal wieder vor einem riesigen Sockenhaufen steht, ist es das Beste, die Aufgabe einfach an andere Familienmitglieder zu delegieren. Hier kommt es mal wieder auf das richtige Framing, also die Art, wie man etwas vermittelt an (s. auch hier). Bisher versuchte ich es so: „Kinder helft mir bitte beim Sockensortieren“. Antwort: stummes Schweigen, so als ob sie mich nicht gehört hätten. Deshalb sage ich jetzt voller Enthusiasmus: “Kinder, wollen wir ein tolles Spiel spielen?“ Antwort:“Jaaaaaa!!“. Dann lasse ich sie Sockenmemory spielen. Aufgabe der Kinder ist es, gemeinsam (also ohne Streitereien!) so viele Sockenpaare wie möglich zu finden. Wenn sie fertig sind, muss ich nur noch den verbleibenden Restberg kontrollieren. Finde ich in dem Haufen noch Paare, die sie übersehen haben, gibt es Punktabzug. Das ist jedes Mal ein Riesenspaß 🙂 !

Wie ist das bei Euch? Habt ihr auch noch gute Tipps, wie man nie wieder Socken sortieren muss?

6 comments

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6 comments

Meine guten Vorsätze für das Neue Jahr - Rosanisiert 5. Januar 2016 at 11:39

[…] Probleme morgens früh auf und kommt nie zu spät. Meinen Beitrag zum Thema "Nie wieder Socken sortieren" hat sie wie folgt kommentiert: "Aber selbst wenn du nur gleiche Socken besitzt, sind sie […]

Reply
Aufschieben - was du heute kannst besorgen... - Rosanisiert 7. Januar 2016 at 19:25

[…] Tipp 3: Machen Sie Ihr Ziel klein: Man sollte sein Vorhaben in mehrere Einzelschritte teilen, damit die Aufgabe besser zu bewältigen ist. Also gut, ich müsste die ganze Wohnung aufräumen – erst die Küche, dann das Wohnzimmer, dann den Flur… Oh Gott, wenn ich das jetzt alles aufzähle, wird mir erst klar, wie lange es dauern wird. Vielleicht fange ich noch kleiner an? Oh ein Strumpf! Den könnte ich doch mal in die Wäsche räumen (falls ihr nie wieder Socken sortieren wollt- bitte hier weiterlesen).  […]

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Christiane 22. August 2016 at 12:46

Liebe Anita,

ich habe deinen Blog erst vor kurzem entdeckt – leider, wie ich gerade wieder festgestellt habe. Sockenmemory ist einfach nur genial. Bei uns (fünf Personen) landen die überzähligen Socken immer in einem Wäschekorb. Wenn der anfängt überzuquellen wird es höchste Zeit die Kinder zusammen zu rufen. Allerdings hatte ich nie die Idee daraus ein Spiel zu machen.

Vielen Dank für deine tollen Tips.

Liebe Grüße

Christiane

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rosanita 23. August 2016 at 8:46

Liebe Christiane, 

vielen Dank für deinen Kommentar! Das freut mich sehr, wenn ihr jetzt auch immer Sockenmemory spielt 🙂 

Ich bin immer noch begeistert davon, dass Prof. M. nur noch eine Art von Socken hat. Mittlerweile werfe ich sie immer nur noch in seine Schublade. Total einfach, vielleicht sollte ich das bei mir auch überlegen… Allerdings habe ich wirklich viele schöne Socken -mit Blumen und Streifen und in den verschiedensten Farben. 

Naja, da müssen wir eben doch weiter Sockenmemory spielen 🙂

Viele Grüße

Anita

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Clara 17. Juli 2017 at 9:38

Socken in der gleichen Farbe zu kaufen ist natürlich clever. Da fällt das sortieren natürlich weg. Mein Mann trägt „leider“ bunte Socken auf seine Anzüge, daher muss ich wohl oder übel sortieren. Ic habe jetzt mal Sockenclips ausprobiert. Klappt auch super!

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rosanita 21. Juli 2017 at 10:38

Liebe Clara,

Sockenclips sind auch eine gute Idee! Das setzt allerdings voraus, dass man die Socken auch direkt nach dem Ausziehen zusammensteckt – das würde bei uns wahrscheinlich nicht so gut funktionieren, denn socken sammle ich meistens einzeln verstreut in der Wohnung auf 🙂 Aber ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert! Viele Grüße Anita

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