Packen - Wenig oder viel mitnehmen? - Rosanisiert

Packen – Wenig oder viel mitnehmen?

16. September 2015

Reisen mit der Familie und mit Stil_viel oder wenig

 

Packen ist für viele Menschen ja ein großer Stressfaktor am Verreisen. Nicht für mich! Also Packen ist wirklich GAR kein Problem. Ich lebe ja praktisch aus dem Koffer. Ich wähle ganz intuitiv ein paar Outfits aus dem Schrank, werfe sie in meinen Koffer und los geht’s. Das Ganze dauert maximal 10 Minuten. Ok, vielleicht 20 Minuten ohne Schuhe aussuchen. Und ohne Packen für die Kinder. Naja und dann ist meistens auch noch mein Lieblingskleid in der Wäsche. Aber Wäschewaschen zählt ja nicht zum Packen oder? Und dann muss ich mich ja auch noch entscheiden, welche Kleidungsstücke ich NICHT mitnehme…

 

Wie auch schon bei der glamourösen Home-Office Organisation ist es auch beim Packen wichtig, strategisch vorzugehen. Einerseits möchte ich im Urlaub so gut wie möglich aussehen und immer frische Kleidung haben, andererseits möchte ich nicht zu viel schleppen, alles im Koffer wiederfinden und nicht in jedem Hotelzimmer großes Chaos veranstalten, weil meine Kleidung überall verteilt ist. Ich muss also einen Weg zwischen SEHR WENIG und ALLES mitnehmen finden. Dafür habe ich nach intensiver Literaturrecherche (ihr wisst ja, ich nähere mich den Dingen gerne von der theoretischen Seite) folgende Strategien herausgefiltert….

 

1.) Packen à la Zen-Traveling: 

 

Die erste Möglichkeit ist es, wirklich nur das Allernötigste einzupacken, wie z.B. Leo Babuta, der in seinem Blog Zen Habits beschreibt, wie er mit seiner Frau und fünf seiner Kinder mit sehr wenig Gepäck durch die Welt reist. Für einen dreiwöchigen Trip durch Europa nimmt seine Frau Eva die folgenden Kleidungsstücke mit:

 

    •    1 Paar Shorts

    •    Unterwäsche

    •    4 bequeme Tank Tops

    •    1 Hose mit verstellbarem Tunnelzug 

    •    1 Badeanzug

    •    1 Sport BH

 

Im Flugzeug trug sie außerdem eine Jeans, ein Tanktop, eine leichte Jacke und New Balance Schuhe (die Jacke und die Extrahose hat sie dann doch nicht gebraucht und unterwegs weggeschmissen). Außerdem teilen ihr Mann und sie sogar eine Zahnbürste! (ok, man kann es auch ETWAS übertreiben).

 

Ihr Mann Leo hingegen nimmt noch weniger mit: 

 

  • 1 T-Shirt
  • 1 Shorts
  • 2 Paar schnell trocknende Unterhosen
  • 2 Paar Socken
  • Im Flugzeug trug er außerdem Jeans, T-Shirt, Unterwäsche, Socken und Tennisschuhe

 

Ist das nicht einfach großartig? Stellt euch einmal vor, wie wenig man schleppen muss und wie wenig Wäsche man vor und nach dem Urlaub waschen muss! Ich bin begeistert. Leo meint dazu: „I think it’s a matter of changing long-held ideas of what you need when you travel.“ und Eva schreibt: I realized that it’s OK to wear the same things over and over again. No one cares what you are wearing. They’re too busy having a good time to even notice.“

 

Wow. Das klingt so entspannt und einfach. Aber was ist mit meinen tollen Sommerklamotten, die ich immer nur im Urlaub anziehen kann, weil es hier meistens zu kalt ist?  Muss ich mir jetzt eine Hose mit Tunnelzug kaufen? Vielleicht kann ich Prof. M. überzeugen, im Stil von Zen Habits zu packen. Dann bleibt mehr Platz für meine Sachen. 

 

2.) Packen à la Audrey Hepburn: 

 

Im Gegensatz dazu, darf man beim zweiten Packansatz alles mitnehmen, was man möchte. Nach dieser Methode packte auch schon Hollywoodstar Audrey Hepburn. Das ist eigentlich viel besser: erstens braucht man sich nicht für bestimmte Kleidungsstücke entscheiden, zweitens ist man auf jede Situation outfitmäßig vorbereitet und drittens ist es wirklich viel glamouröser mit viel Gepäck zu reisen. In Sachen Glamour und Stil macht Audrey schließlich niemand etwas vor!

 

In einem meiner Lieblingsbücher „What would Audrey do?“ steht über Audrey: „as someone who brought fifty-two suitcases with her when she traveled to her next film set (along with a typed, numbered listing of the contents of every case …), Audrey believed that you can take it with you – and she did.“ Außerdem hatte Audrey natürlich Louis Vuitton Koffer und eine Kaschmirdecke für das Flugzeug und reiste nur erster Klasse oder im Privatjet. 

 

Ist das nicht viel schöner? Allerdings ist dieser Packstil für uns Anonyme Chaoten mit einigen Problemen verbunden: Erstens habe ich nicht genug Koffer, um alles mitzunehmen, zweitens wird es sehr teuer, wenn ich das ganze Gepäck am Flughafen aufgebe, drittens würde ich in den vielen Koffern bestimmt nichts wiederfinden und außerdem – wer trägt mir das alles? 

 

Ich werde später Prof. M. fragen, ob er rein hypothetisch gesehen 52 Koffer für mich tragen würde – er hat ja dafür nur seinen kleinen Rucksack à la Zen Habits 🙂

 

Wie ist das bei euch? Nehmt ihr wenig oder viel Gepäck mit in den Urlaub? 

 
2 comments

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2 comments

Tina, Little Miss Organized 14. Juli 2016 at 16:47

Herrlich! Ich stelle mir immer wieder bildlich vor, wie Du Prof. M. vor irgendwelche tolle Ideen stellst:-)

Ich bin letztes Jahr für 2 Wochen nach Kambodscha, Manila und Bangkok gereist. Da ich meine 22 kg check-in Gepäck für Hilfsgüter geopfert habe, blieb für mich nur noch das Handgepäck…. Da der kleine Handgepäckkoffer aber bereits leer so schwer war bin ich schlussendlich mit 8 kg Inhalt gereist.

Es hat funktioniert und ich war auch ein klitzekleines bisschen stolz auf mich solch eine Höchstleistung vollbracht zu haben (es hat Stunden gedauert meine Kleiderauswahl so zu kombinieren, dass die wenigen Teile auch alle zu allem passten…). Aber ganz ehrlich – die Audrey Hepburn Methode ist schon sehr geil! Schöne Ferien!

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rosanita 23. August 2016 at 8:57

Liebe Tina, 

vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Entschuldige bitte, dass ich jetzt erst antworte – wir waren so lange unterwegs 🙂 Wahnsinn! Da schlägst du mich ja um Längen! Mit 8 kg für 2 Wochen verreisen finde ich wirklich bewundernswert. Was hast du denn für Hilfsgüter mitgenommen? Konntest du zwischendurch waschen?

Ich habe ja leider festgestellt, dass auf dem Hinweg immer alles wunderbar in den Koffer passt. Aber auf der Rückreise habe ich meistens viel mehr Gepäck als vorher. Prof. M. meint, es liegt daran, dass ich immer zuviel shoppe. Aber das stimmt natürlich überhaupt nicht! Ich kaufe allerhöchstens ein zwei, vielleicht drei Teilchen ein und dazu noch ein oder zwei Paar Schuhe. Und noch ein paar klitzekleine Mitbringsel – alles nicht der Rede wert. 

Also wenn du noch ein paar tolle Tipps hast – her damit!

Herzliche Grüße

Anita

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