Warum wir unseren Kindern nichts zu Weihnachten schenken

14. Dezember 2016

Warum wir unseren Kinder nichts zu Weihnachten schenken Rosanisiert der Blog über Ordnung, Putzen und Glamour für Unordentliche

Ich finde ja, Weihnachten darf nicht zu einem Konsumrausch verkommen. Vielmehr sollte man sich auf die wahren Werte im Leben besinnen und eine friedliche Zeit im Kreise der Familie verbringen. Genau. Deshalb halte ich auch nichts von übermäßigen Geschenkeorgien oder übertrieben teuren Präsenten. Heute erfahrt ihr, wie wir in diesem Jahr die Menge an Geschenken etwas eindämmen wollen.

OK. Ich gebe zu, in den letzten Jahren gab es auch unter unserem Tannenbaum einen kleinen Stapel Geschenke. Vielleicht war es auch ein etwas größerer Stapel. Na gut, es war ein riesiger Berg. Aber – eins muss ich betonen: es war nicht NUR meine Schuld, dass die Geschenke eine solche Überhand genommen haben. Auch wenn Prof. M. das gerne behauptet. Warum wir unseren Kinder nichts zu Weihnachten schenken Rosanisiert der Blog über Ordnung, Putzen und Glamour für Unordentliche

Hinzu kommt die Sache mit dem Reißwolf. Als Reißwolf-Zustand bezeichne ich den Modus, wenn man nur noch ein Geschenk nach dem anderen aufreißt, den Inhalt kurz begutachtet und gleich das nächste Paket haben möchte. Also um eins klarzustellen: Selbstverständlich bin ich NICHT im Reißwolfmodus gewesen. Das waren nur die Kinder. Die kommen eben mit einer solchen Konsumflut nicht so gut klar wie ich. Also mir darf man ruhig weiter viele schöne Sachen schenken, ich besitze schon die nötige Reife damit umzugehen (das muss ich kurz erwähnen, falls Prof. M. diesen Text lesen sollte).

Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht: Ich LIEBE Geschenke. Es ist wirklich toll, wie viele Menschen an Weihnachten an uns denken und uns mit den Präsenten eine Freude machen. Aber bei einer großen Familie und drei Kindern mit vielen Wünschen kommt eben einiges zusammen. Prof M. meint allerdings ich sollte besser schreiben: „und bei einer shoppingbegeisterten Mutter kommt einiges zusammen.“ Aber das ist natürlich mal wieder völlig übertrieben.

Deshalb haben wir in diesem Jahr einen etwas radikalen Entschluss gefasst: Wir werden unseren Kindern nichts zu Weihnachten schenken. 

Ich weiß, das klingt zunächst furchtbar, ABER so schlimm ist es gar nicht. Die Kinder bekommen zwar von uns keine Geschenke, aber alle anderen schenken ja trotzdem noch genug. Hier ist unsere Strategie:

1.) Wünsche abgeben:

Schon im letzten Jahr wollten wir die Zahl der Geschenke reduzieren und haben vorgeschlagen, dass wir die Geschenke aussuchen und jeder, der möchte Geld dazugeben kann. Allerdings funktionierte diese Lösung irgendwie nicht so gut. Alle haben sich zwar großzügig an den Geschenken beteiligt, aber hatten wohl das Gefühl, nicht wirklich ein Geschenk besorgt zu haben. Es gab also nicht nur die Geschenke, die wir ausgewählt haben, sondern von jedem auch noch eine weitere Kleinigkeit. Deshalb bekommen in diesem Jahr alle einen klaren Wunsch, den sie selbst kaufen und verpacken können. Nur ein kleiner Zusatztipp: Falls ihr es auch so handhaben wollt, äußert die Weihnachtswünsche am besten schon im September. Omas und besonders Uromas sind immer sehr früh dran mit Geschenkekaufen und haben spätestens im Oktober schon alles besorgt. Warum wir unseren Kinder nichts zu Weihnachten schenken Rosanisiert der Blog über Ordnung, Putzen und Glamour für Unordentliche

2.) Verantwortung abgeben

Das Tolle an Weihnachten ist ja das Christkind! Es unterstützt die Eltern in der Weihnachtszeit wirklich hervorragend. Ich weiß, man sollte das Christkind nicht als erpresserisches Biest darstellen (hier könnt ihr einen interessanten Beitrag dazu lesen), aber eine kleine Erinnerung an die empfindlichen Ohren und den Ordnungssinn des Christkindes finde ich absolut gerechtfertigt. Wenn Malchen und Willi beispielsweise gerade lautstark streiten und sich kneifen, dann gehe ich schon mal dazwischen und sage „Oh, das arme Christkind! Bei diesem Geschrei bekommt es ja Ohrenschmerzen. Denkt dran, es ist sehr sensibel.“ Wenn das Zimmer sehr unordentlich ist, weise ich dezent darauf hin, dass das Christkind sich wirklich immer über ein aufgeräumtes Zimmer freut. Holly meinte dazu allerdings: „Mama, dann solltest DU vielleicht auch einmal deinen Schreibtisch aufräumen. Nicht, dass du das Christkind am Ende noch verjagst!“. Hahaha. Das ist ja was ganz anderes!

Jedenfalls unterstützt das Christkind uns nicht nur bei Erziehungsfragen, nein es ist auch alleinverantwortlich für die Wahl und Menge der Geschenke. Es bringt also im Endeffekt gar nichts, wenn wir AUCH noch etwas kaufen würden, weil alle Geschenke am Ende ja auf das Christkind zurückfallen.

3.) Weniger Geschenke mehr Ordnung

Meistens kommt die schöne Bescherung für mich ja dann erst NACH Weihnachten, wenn ich verzweifelt versuche, alle neuen Spielsachen in den Schränken unterzubringen. Im letzten Jahr habe ich geschworen, dass ich im neuen Jahr Minimalistin werde und das ganze Jahr nicht Neues kaufen werde! Leider hat mich Prof. M. dann doch dabei erwischt, wie ich im Januar eine klitzekleine Onlinebestellung abgegeben habe. Aber es wäre wirklich eine Schande gewesen, diese tollen Outfits nicht zu bestellen. Schließlich war ja alles im Sale!

Wie dem auch sei. In diesem Jahr möchte ich deshalb lieber etwas weniger Geschenke haben, dann muss ich auch nicht alles aufräumen. Übrigens ist in MEINEN Schränken noch genug Platz. Ich kann also auf jeden Fall noch das ein oder andere Stück unterbringen (nur ein kleiner Hinweis an Prof. M.).

4.) Weniger Geschenke mehr Freude

Auch wenige Geschenke können große Freude bereiten. Wir denken oft an ein ganz besonderes Weihnachten zurück. Vor zwei Jahren, waren Prof. M., die Kinder und ich in Neuseeland. Da wir natürlich nur sehr wenig Gepäck mitnehmen konnten, hat jeder nur ein kleines Weihnachtsgeschenk bekommen. Holly bekam eine kleine Sylvanians Figur, Willi ein Spielzeugauto und Malchen eine kleine Rassel. Die Kinder haben sich sehr über die eine Sache gefreut und auch intensiv damit gespielt. Das hat uns gezeigt, dass es nicht immer Mehr von allem sein muss.

Das sind die Gründe, warum wir unseren Kinder in diesem Jahr nichts schenken werden und sie mit Sicherheit immer noch genug zum Auspacken unter dem Baum finden werden.

Wie regelt ihr das mit den Geschenken? Habt ihr auch schon einmal Bekanntschaft mit dem schrecklichen Reißwolf gemacht?

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5 comments

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5 comments

lena van den Hoven 15. Dezember 2016 at 13:13

Sehr erheiternd und unangenehm wahr! Danke dafür 🙂

Reply
rosanita 16. Dezember 2016 at 9:30

Danke für deinen Kommentar 🙂 Liebe Grüße Anita

Reply
Free-Printable-Friday: Geschenkanhänger zum Ausdrucken | Rosanisiert 16. Dezember 2016 at 22:39

[…] alles anders! Wie ihr wisst muss ich ja in diesem Jahr viel weniger Geschenke verpacken (siehe auch hier: Warum wir unseren Kindern nichts zu Weihnachten schenke) und die Geschenke, die ich doch einpacke […]

Reply
Bianca 9. Januar 2017 at 15:15

Hallo du Liebe,

das klingt nach einer großen Familie mit Verwandt- und oder Bekanntschaft, die da zu Weihnachten immer zusammen kommt. Habt ihr euch schon mal eine Art Loswichteln überlegt? Das finde ich auch bei so einer großen Familie immer eine schöne Idee. Netter Nebeneffekt: Jeder bekommt etwas, aber nicht übermäßg. Wahlweise können ja Budgetbeschränkungen entsprechend der Wünsche festgelegt werden, so dass man nicht Gefahr läuft, dass jemand benachteiligt oder bevorzugt wird.

Liebe Grüße 🙂

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rosanita 9. Januar 2017 at 17:27

Liebe Bianca, 

vielen Dank für deinen Kommentar! An Loswichteln habe ich ehrlich gesagt noch nicht gedacht. Aber es ist eine Superidee! Nur Prof. M. müsste unbedingt mich ziehen, weil er mir immer etwas Tolles aussucht 😉 Für die Kinder und Großeltern könnte man das wirklich einmal ausprobieren. Hast du gute Erfahrungen damit gemacht? 

Viele Grüße Anita

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