Zero Waste - Weniger Müll in der Küche - Rosanisiert

Zero Waste – Weniger Müll in der Küche

26. April 2017


Zero Waste Home - Meine besten Tipps für weniger Müll in der Küche, die auch in deinem Alltag funktionieren.
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Unser Zero Waste Projekt läuft ganz hervorragend! Also wirklich super gut. Wir haben überhaupt keinen Müll mehr. Also fast keinen. Das Problem am Müllfasten ist eben manchmal, dass die ganze Familie mitmachen muss. Letztens hat mir Willi nach dem Kindergarten gestanden: “Papa hat uns einen Quetschi gekauft, obwohl er Müll macht. Aber dann haben wir ihn einfach im Kindergarten weggeworfen. Dann ist der Müll ja schon weg.“ Da habe ich Prof. M. natürlich einen strengen Blick zugeworfen und ihm einen kurzen (oder etwas längeren) Monolog über das Müllproblem unserer Gesellschaft gehalten.

Ich hingegen halte ja das Müllfasten super gut durch. Total problemlos. Ok, vielleicht bis auf die eine Ausnahme, als ich letztens so große Lust auf indisches Curry hatte und Prof. M. gerade auf dem Heimweg war. Da habe ich ihn angerufen und ihn gebeten, ob er uns nicht ein schönes Curry mitbringen möchte. Natürlich hat er gleich gefragt: „Und was ist mit Müllfasten?“ (ihr seht, mein kleiner Vortrag ist bei ihm angekommen). Na gut, vielleicht bin ich hier auch mal schwach geworden, aber was wirklich zählt ist der Wille und die Konsequenz im Alltag.

Deshalb habe ich auch beschlossen, das Müllfasten noch etwas länger durchzuziehen, auch wenn die Fastenzeit schon offiziell vorbei ist. Letztens habe ich euch ja schon ein paar Vorschläge für weniger Müll im Bad gemacht, heute geht es um die besten Tipps für weniger Müll in der Küche:

Putzschwämme aus Baumwolle verwenden

In Zero Waste Kreisen benutzt man keine Spülschwämme aus Kunststoff mehr, sondern man verwendet einen gestrickten Baumwolllappen. Der sieht wirklich viel schöner aus als ein normales Spültuch und ist ganz schnell gestrickt (oder gekauft). Am besten natürlich in pink. Zero Waste Home - Meine besten Tipps für weniger Müll in der Küche, die auch in deinem Alltag funktionieren.

Putzmittel selbermachen

Wie ihr wisst, LIEBE ich ja selbstgemachte Putzmittel. Meinen Badreiniger Clean Breeze kann man auch ganz hervorragend in der Küche verwenden, denn er ist ein toller Fettlöser. Lest hier noch einmal mein Rezept nach. Und jetzt mal ehrlich – er sieht doch auch wirklich viel schöner aus als ein normaler Küchenreiniger. DIY Putzmittel: Wünschst du dir auch mehr Sauberkeit und einen tollen Duft im Bad? Dann ist dieser DIY-Badreiniger mit Natron und Lavendel genau das Richtige für dich. Auf Rosanisiert erfährst du, wie du Putzmittel selber machen kannst.

Keine Mülltüten mehr verwenden

Wir haben eigentlich noch nie Mülltüten verwendet, weil ich nicht so gerne Geld für etwas ausgebe, was man direkt wegwirft. Bei uns kommt der Müll einfach ohne Tüte in den Mülleimer. Meistens lege ich unten ein Stück Papier oder Zeitung unter. Und da ihr mit diesen tollen Tipps sowieso viel weniger Müll in der Küche habt, kann man auf die Mülltüte getrost verzichten. Allerdings ist es natürlich dann nötig, den Mülleimer regelmäßig sauber zu machen. Diese Aufgabe habe ich direkt mal an Prof. M. delegiert. In diesem Jahr habe ich mir für die Fastenzeit vorgenommen endlich weniger Müll zu produzieren. Inspiriert hat mich vor allem das Buch Zero Waste Home von Bea Johnson. Habt ihr gute Tipps für mich?

Leitungswasser trinken

Habt ihr schon meinen Beitrag zu Glas- oder Plastikflaschen gelesen? Die Empfehlung vom NABU lautet ja, Mehrwegflaschen aus der Region zu kaufen. Aber noch weniger Müll produziert ihr, wenn ihr einfach Leitungswasser trinkt. Da spart man sich vor allem die schwere Schlepperei, günstiger ist es auch und wenn man so einen schönen GreenGate Krug* hat, sieht es auch noch besser aus.

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Wiederverwendbare Küchenrolle

Eigentlich finde ich Küchenrollen wirklich praktisch. Man reißt einfach ein Stück ab, wischt etwas auf und schmeißt es dann in den Müll. Aber in Zero Waste Kreisen sind Küchenrollen selbstverständlich tabu. Deshalb habe ich uns eine waschbare Küchenrolle genäht. Dafür habe ich einfach auf alle hässlichen Küchenputztücher die wir haben, einen schönen bunten Stoff gesteppt und diese Tücher dann mit Druckknöpfen aneinandergehängt. So eine Küchenrolle könnt ihr übrigens auch bei DaWanda bestellen.

Zero Waste Home - Meine besten Tipps für weniger Müll in der Küche, die auch in deinem Alltag funktionieren.Zero Waste Home - Meine besten Tipps für weniger Müll in der Küche, die auch in deinem Alltag funktionieren.Oder ihr nutzt einfach wirklich stilvolle und edle Küchenhandtücher. Die sehen nicht nur viel schöner aus als eine Papierrolle, sondern sind auch waschbar. Diese Küchenhandtücher von Sin Duda…  gibt es mit individualisierbarem Stempel (übrigens auch in rosa ;)). Außerdem könnt ihr hier wundeschöne nachhaltige Kindermode bestellen (wir sind Stammkunden), eine Seite die ich absolut empfehlen kann! 

Keine Kaffeefilter und Teebeutel

Kaffeefilter sind zwar kompostierbar, aber Zero Waste Experten nutzen eine Kaffeepresse oder wiederverwendbare Filtersysteme. Außerdem kaufen sie ihren Tee lieber lose (ich war schon mit meiner Teedose im Teeladen und habe sie direkt befüllen lassen) und verzichten auf den Gebrauch von Teebeuteln. Schließlich schmeckt der lose Tee meistens sogar besser und man hat weniger Müll, dafür aber mehr Genuss. Auch unterwegs muss man nicht auf seinen geliebten Kaffee verzichten. Mit einem schönen Coffe-to-go Becher sieht man nicht nur besser aus, sondern man bekommt in vielen Cafes sogar einen Preisnachlass. Zero Waste Home - Meine besten Tipps für weniger Müll in der Küche, die auch in deinem Alltag funktionieren.

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Stoffservietten benutzen

Wer schon einmal in einem Nobelrestaurant gegessen hat, merkt schnell, dass hier niemals Papierservietten, sondern immer nur edle Stoffservietten verwendet werden. Einen Tipp, den man auch zuhause beherzigen sollte, Stoffservietten sind ja auch so viel stilvoller! Allerdings hat mich Prof. M. letztens etwas angeekelt gefragt: „Dieser feuchte schmutzige Waschlappen – ist das jetzt so eine Art Familienserviette?“.

Auf Frischhaltebeutel verzichten

Für die Pausenbrote der Kinder oder das Mittagessen im Büro gibt es viele tolle Alternativen zu Frischhaltebeuteln. Neben den klassischen Tupperdosen aus Plastik gibt es mittlerweile auch viele Dosen aus Edelstahl, Glas oder sogar Holz.  Viele dieser Produte eignen sich sogar dafür, Lebensmittel einzufrieren. Mit diesen schönen Dosen ist man auf dem Schulhof und im Büro auf jeden Fall der Star!

Alternativen für Frischhaltefolie und Alufolie

Ein guter Ersatz für Frischhaltefolie soll Folie mit Bienenwachsbeschichtung sein. Ich habe sie selbst noch nicht getestet, aber schon sehr viel Positives darüber gelesen (z.B. hier bei Sabine von Ordnungsliebe). Man kann seine eigene Folie herstellen oder sie einfach kaufen. Sie eignet sich sogar dazu, Lebensmittel einzufrieren.

Backen ohne Backpapier

Anstelle von herkömmlichen Backpapier gibt es wiederverwendbare Alternativen, wie zum Beispiel Silikonmatten. Allerdings gibt es auch hier Diskussionen, ob sie gesundheitsschädlich sind oder nicht, deshalb kann man das Backblech auch einfach wie früher einfetten und schon hat man wieder etwas Müll gespart. Für die Säuberung des verkrusteten Blechs sollte man dann aber besser einen Experten ranlassen. Prof. M. war begeistert, als ich letztens Ofengemüse ohne Backpapier gemacht habe und ihn danach mit der Reinigung des Backblechs beauftragt habe. Hier gilt es also den richtigen Trade-Off zwischen weniger Müll und mehr Arbeit zu finden :).

Der meiste Müll fällt bei uns in der Küche allerdings durch verpackte Lebensmittel an. Deshalb werde ich bald noch einen Beitrag über Zero Waste Einkaufen schreiben. Wie ist das bei euch – habt ihr noch ein paar gute Tipps für weniger Müll in der Küche?

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14 comments

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14 comments

Sebastian 7. Mai 2017 at 17:26

Starker Beitrag! Ich finde es enorm wichtig, dass der Raum, in welchem man sein Essen zubereitet, sauber und ordentlich ist. In diesem Beitrag hast du dafür sehr viele hilfreiche Anregungen geliefert! Wenn es um die Themen Wohnung und Haushalt geht, weißt du mit Sicherheit, wovon du redest. Top! Ich freue mich auf mehr.

Schöne Grüße und einen angenehmen Rest-Sonntag wünscht

Sebastian S.

Reply
Susi 9. Mai 2017 at 9:40

Liebe Anita! 

Toller Beitrag! 😉 Ich hab schon von vielen gehört, dass sie weniger Müll im Haushalt produzieren möchten, aber so strikt durchgezogen wie du hat das noch keiner. Werde mir daran auf jeden Fall ein Beispiel nehmen 😀

LG Susi

Reply
rosanita 10. Mai 2017 at 11:08

Liebe Susi, vielen Dank für deinen Kommentar. Naja, ganz so strikt ist es bei uns leider immer noch nicht :). Vor allem ohne Verpackung einkaufen finde ich wirklich schwer, weil man immer so gut vorbereitet sein muss. Aber die kleineren Dinge, wie z.B. keine Küchenrolle mehr verwenden lassen sich eigentlich ziemlich einfach umsetzen. Viele Grüße Anita

Reply
Christof 4. Juli 2017 at 22:12

Hallo, ich bin ein richtiger Aufräum-Muffel, aber ich werden mir deine hilfreichen Tipps zu Herzen legen 😉
Lg

Reply
Kristina 2. August 2017 at 19:33

Hallo ja Brotdosen sind super . Wie ich vor kurzem gelesen habe bringt es erst richtig was wenn diese nicht dauert gewaschen werden sondern nur ausgewsichtbar. Quelle ist das Buch Einfach Öko aus dem oekom Verlag . War sehr aufschlussreich. Weiterhin viel Erfolg.

Reply
rosanita 5. August 2017 at 13:33

Liebe Kristina,
das habe ich noch nicht gehört – aber sicher ist es eine Möglichkeit, noch etwas Energie und Wasser zu sparen. Das kommt sicher immer auf die Verschmutzung der Brotdose an. Leider sind unsere meistens ziemlich verklebt, aber wenn ich Prof. M. das nächste Mal eine schöne Stulle schmiere, werde ich deinen Tipp auf jeden Fall ausprobieren 🙂
Viele Grüße
Anita

Reply
Natalie Weigel 11. August 2017 at 20:09

Liebe Anita,
Verpackungfasten ist eine tolle Idee! Ich achte schon sehr darauf weniger Müll zu produzieren. Allerdings gibt es 2 Dinge in deiner Aufzählung, auf die ich nicht verzichten kann: Mülltüten und Backpapier. Den Rest habe ich schon lange eliminiert. Bei mir ist es aber ähnlich, wie bei dir. Der meiste Müll wird durch die Verpackungen von den Lebensmitteln verursacht. Gerade bei mir als Food-Saverin fällt tatsächlich viel Müll an. Ich rette zwar die Lebensmittel, habe aber Unmengen an Verpackungsmüll. Ich bin sehr gespannt auf deine Zero-Waste-Tipps beim Einkaufen.

Reply
M. 8. September 2017 at 6:37

Sorry..aber Ihr habt doch alle den Knall nicht gehört.
Ich achte auch darauf,wenig Müll zu produzieren
Aber was ist mit dem Wasser,dass Ihr verschwendet,um diese ganzen Zero Waste Dinge zu waschen und zu reinigen ?
WASSER haben wir ja in ÜBERFLUSS
Ganz zu Schweigen ,von dem Putz-und Waschmittel,auch wenn es Öko ist ?

Reply
Larissa 25. September 2017 at 20:15

Es ist nicht möglich, in allen Bereichen perfekt zu sein. Aber eine bewusste Lebensweise ist schon mal ein guter Anfang. Weniger Verpackungsmüll z produzieren ist auf jeden Fall ein guter Ansatz, denn Müllverbrennung bzw Verwertung erzeugt co2. Verpackungen bedeuten aber auch oft unverwertbare Materialien die verbrannt werden müssen und durch giftige Gase die Umwelt belasten…. Im Gegensatz dazu ist der wasserverbrauch ein geringeres Problem. Wasser kann immer wieder aufbereitet werden. Wer zusätzlich noch ökologische bzw natürliche Reinigungsmittel nutzt trägt dazu bei die Wasserqualität gut zu erhalten.

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Die besten Tipps für nachhaltiges Reisen - Rosanisiert 18. Oktober 2017 at 9:49

[…] Küche […]

Reply
Abra 29. Oktober 2017 at 13:54

Servus,
Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag zu deinem Problem mit dem Mehraufwand beim Verzicht aufs Backpapier, den habe ich nicht meine wichtigsten Helfer in der Küche sind Natron und Essig und mit diesen beiden und etwas heißen was ist auch das Blech vom ofengemüse schnell wieder sauber (Am besten über Nacht einwirken lassen)

Viele Grüße

Reply
rosanita 8. November 2017 at 17:22

Liebe Abra, vielen Dank für den Tipp. Natron und Essig habe ich natürlich auch immer zuhause – das werde ich das nächste Mal direkt testen.

Viele Grüße
Anita

Reply
Wurmcolonia 4. Dezember 2017 at 11:29

Wer auch noch seine biologischen/natürlichen Küchenabfälle, wie Obstschalen und -reste, Gemüseschalen und -reste, sowie Kaffeefilter, Teebeutel, Wellpappe, Zeitungspapier und noch vieles mehr einer ausgesprochen nützlichen Verwendung zuführen möchte, der legt sich eine Wurmfarm zu und lässt sie von Kompostwürmern verwerten. Eine solche Wurmfarm kann man sogar in der Wohnung aufstellen. Sie braucht wenig Platz, wenig Pflege, riecht nicht und es braucht nur ein paar Grundkenntnisse, um sie richtig zu betreieben.

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Nachhaltigkeit in der Weihnachtsküche - eine Linksammlung - schmackofazzo.de 6. Dezember 2017 at 20:21

[…] hier findest du auch nochmal gute […]

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