Männer und Haushalt – hilfst du noch oder machst du schon?

by rosanita

Männer im Haushalt - ist Haushalt Frauensache? Heute beschäftige ich mich mit dem etwas delikaten Thema Männer und Haushalt und gehe der Frage auf den Grund, warum Hausarbeit in vielen Familien immer noch Frauensache ist. Mit diesem Beitrag nehme ich auch gerne an unserer Blogparade   „Alles neu macht der Frühling: Mein Tipp für ein ordentlicheres 2018“ teil, die ich zusammen mit Sabine von Ordnungsliebe und Sunray von the organized cardigan gestartet habe. Entschuldigt bitte die Verspätung, ich hatte ein paar technische Probleme ;). Deshalb erfahrt ihr heute meinen absoluten Lieblingstipp, wie man sich die Hausarbeit wirklich enorm vereinfachen kann.

Mein Tipp für ein ordentlicherers 2018 lautet:

Haushalt ist Familiensache – macht die Hausarbeit gemeinsam. 

Wenn sich alle Familienmitglieder an der Hausarbeit beteiligen und sich auch für den Haushalt verantwortlich fühlen, kann man den riesigen Berg an Arbeit viel besser erklimmen. Außerdem lernen vor allem die Kinder schnell, dass sich die Arbeit nicht von alleine macht, begegnen einer ordentlichen Wohnung mit mehr Respekt und sind später auch selbst in der Lage, einen Haushalt zu führen. Schließlich ist Hausarbeit keine nebensächliche und unbedeutsame Tätigkeit (auch wenn sie keine hohe Anerkennung genießt), sondern besonders wichtig, um ein schönes Zuhause und einen Rückzugsort für die ganze Familie zu schaffen. Auch Kinder können schon kleinere altersgerechte Aufgaben übernehmen, in diesem Beitrag möchte ich mich aber besonders auf die Männer konzentrieren.

Prof. M. hat natürlich gleich mit den Augen gerollt, als ich ihm von meinem Thema erzählt habe. Aber jetzt ist er doch begeistert, dass er mit gutem Vorbild vorangehen und (noch) tatkräftiger anpacken darf.

Haushalt ist immer noch Frauensache

Als ich für diesen Beitrag recherchiert habe, war ich über die Zahlen doch ziemlich erstaunt. Eine Studie der Böckler Stiftung zeigt, dass Hausarbeit in Deutschland immer noch Frauensache ist und viele Paare von einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung  weit entfernt sind. Für den Haushalt erbringen Frauen im Vergleich zu Männern demnach durchschnittlich 1,6-mal so viel Zeit. Diese Ergebnisse wurden auch von einer anderen (wenn auch relativ kleinen) Studie bestätigt. Sie zeigt, dass die zeitintensiven Tätigkeiten im Haushalt wie Waschen, Putzen und Kochen zum großen Teil und oft auch ausschließlich von Frauen übernommen werden. Besonders groß sind damit auch die Unterschiede zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit. Während Männer (7:40 Std.) und Frauen (7:44) pro Tag ungefähr gleich viel arbeiten, leisten Frauen deutlich mehr unbezahlte Arbeit (3:29) im Vergleich zu Männern (2:08). Noch stärker verschiebt sich dieses Verhältnis, wenn kleinere Kinder im Haushalt leben. Und auch, wenn in vielen Familien diese Arbeitsaufteilung freiwillig gewählt wurde (wie wir es gelöst haben, lest ihr unten), kann die unbezahlte Mehrarbeit zu einem problematischen Kreislauf führen: Mehr unbezahlte Arbeit zu Hause bedeutet weniger Zeit für bezahlte Arbeit im Beruf. Das führt zu weniger Aufstiegschancen, einer niedrigeren Bezahlung und damit auch zu einer schlechteren Rente.

Männer und Haushalt

Natürlich gibt es auch viele Argumente, warum diese ungerechte Arbeitsaufteilung zustande kommt. Zum Beispiel reduzieren Männer im Durchschnitt ihre Arbeitszeit nicht so stark wie Frauen und sorgen für das Familieneinkommen, sie übernehmen mehr Aufgaben in anderen Bereichen (z.B. Reparaturen, Einkaufen oder Gartenarbeit) und haben eben manchmal (aber nicht immer ;)) einen anderen Blick auf Unordnung.

Mit diesem Artikel möchte ich auf keinen Fall die Männer schlecht machen, aber dazu aufrufen, die Arbeitsaufteilung im Haushalt zu überdenken.  Habt ihr eine gerechte Lösung gefunden, mit der alle zufrieden sind?

Vielleicht helfen euch diese Punkte ja beim Überlegen:

Wer hilft hier wem?

Manchmal fängt Gleichberechtigung schon bei der richtigen Wortwahl an. Welcher Satz trifft auf euch zu:

  • „Ich helfe meiner Frau im Haushalt.“
  • „Meine Frau hilft mir im Haushalt.“
  • „Jeder macht das, was gerade anfällt.“

Diese Fragen zeigen sehr schön, wer der oder die Hauptverantwortliche zuhause ist und somit auch die „mentale Last“ – also die Verantwortung, die Planung und die Organisation von Familienangelegenheiten trägt. „Hilft“ ein Partner nur mit, so unterstützt er zwar den anderen, ist aber nicht wirklich verantwortlich. Prof. M. und ich befinden uns zwischen Antwort (A) und (C), wobei Prof. M. der Meinung ist, dass wir zwischen Antwort (B) und (C) schwanken.

Könnt ihr Verantwortung abgeben?

Ich kann Verantwortung wunderbar abgeben. Wenn Prof. M. die Küche putzt, würde ich natürlich niemals im Nachhinein einen Kontrollgang machen und ihn noch auf den ein oder anderen übersehenen Spritzer hinweisen. Leider sind nicht alle Frauen so entspannt wie ich und kritisieren gerne an ihrem Partner rum. Na gut – ich gebe zu, vielleicht habe auch ich letztens noch einmal den Herd KURZ nachpoliert und Prof. M. einen klitzekleinen Vortrag über die richtige Wischtechnik gehalten. Aber ein Kontrollfreak (wie Prof. M. behauptet) bin ich absolut nicht! Wenn es eurer Ziel ist, die Hausarbeit gerecht aufzuteilen, dann übt euch in Kontrolle abgeben und akzeptieren, dass jeder Dinge auf seine Weise und eben manchmal auch weniger perfekter erledigt als man selbst.

Ist es möglich, Gewohnheiten zu ändern?

Jede Familie ist anders und muss ihren eigenen Weg finden, um den Haushalt zu organisieren. Kein Weg sollte von vornherein verurteilt werden. Manchmal schleichen sich aber in den Alltag Gewohnheiten ein, die man leicht ändern könnte, um eine gerechtere Verteilung der Hausarbeit zu gewährleisten. Manchmal übernehmen z.B. Mütter nach der Geburt Aufgaben im Haushalt, die sie auch dann noch weiter erledigen, wenn sie längst wieder arbeiten gehen. Hier hilft es, die bestehende Arbeitsaufteilung gemeinsam neu zu bewerten. Leider hatte Prof. M. dazu in der letzten Woche keine Zeit. Deshalb habe ich das schnell alleine übernommen und viele Bereiche entdeckt, in denen er sich doch noch etwas stärker engagieren kann (besonders beim Wäschewaschen und Badputzen gibt es noch viel Luft nach oben).  Prof. M. hat sich sehr gefreut, dass er einige tolle Zusatzaufgaben bekommen hat. Zumindest hat er begeistert „Mmh.“ gesagt.

Schafft man wirklich mehr, je länger man arbeitet?

In vielen Bereichen herrscht immer noch der Glaube, dass viel Zeit im Büro verbringen gleichzusetzen ist mit mehr Leistung.  Seitdem Prof. M. in Dänemark arbeitet weiß ich, dass auch eine andere Work-Life Balance möglich ist. Dort wird man eher etwas verwundert angeschaut, wenn man zu oft bis spät im Büro bleibt. Es ist auch nicht üblich, Meetings nach 16 Uhr einzuberufen. Das Ergebnis ist ein fast ausgeglichenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen auch auf Professorenebene. Ein flexibleres Arbeitszeitmodell und eine andere Einstellung zu (zu) langen Arbeitszeiten würde es auch den Vätern erlauben, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und sich auch intensiver bei der Hausarbeit zu engagieren. Manchmal helfen kleinere Veränderungen, um mehr Zeit mit der Familie (und fürs Putzen (haha)) zu haben (z.B. wenn möglich, nicht an allen Meetings teilnehmen, Home-Office Tage einfordern, weniger Kaffepausen mit den Kollegen). Umgekehrt hätte eine neue Sichtweise auf die Arbeitszeit den Vorteil, dass Frauen besserer Aufstiegschancen haben, auch wenn sie weniger Zeit im Büro verbringen (können).

Möchtest du deinem Partner den Rücken freihalten?

In vielen Familien reduzieren die Frauen nach der Geburt der Kinder ihre Arbeitszeit und die Männer arbeiten weiter Vollzeit.  Dass die Frauen in dieser Phase den Haushalt oft übernehmen hängt auch damit zusammen, dass sie ihren Partner entlasten wollen und ihm den Rücken freihalten möchten. Schließlich ist ja auch ein Vollzeitjob sehr anstrengend, und es ist in vielen Fällen unrealistisch, dass der Partner nach einem langen Arbeitstag noch die Kraft und Energie hat, viel im Haushalt zu arbeiten.  Solange beide Partner zufrieden sind, spricht auch nichts gegen diese Lösung, und jede Familie muss hier ihren eigenen Weg finden.

Mir geht es hier vor allem um die Einstellung zur Hausarbeit. Bei mir ist es jedenfalls so – der Haushalt nervt mich am meisten, wenn es als selbstverständlich hingenommen wird, dass ich die Wohnung geputzt habe. Deshalb hinterfrage ich regelmäßig, ob die momentane Aufteilung immer noch gut für uns ist. Prof. M. ist über diese Diskussionen nicht immer ganz begeistert, aber putzt danach sicherheitshalber immer alles blitzblank, um die Abstände für meine kritischen Fragen etwas zu verringern. Ihr seht – Probleme offen ansprechen hilft fast immer ;).Übrigens findet ihr bei Heute ist Musik auch tolle Paare, die beide Arbeitszeit reduziert haben, um sich um die Familie kümmern zu können.

Haben Männer und Frauen einen anderen Blick für Ordnung?

Durch meinen Blog bin ich in diversen Facebookgruppen, bei denen alle Themen rund um Ordnung diskutiert werden. Hier gibt es immer mal wieder Posts, in denen sich Frauen darüber beschweren, dass ihre Männer die Unordnung einfach nicht wahrnehmen. Auf der einen Seite sind eine unterschiedliche Wahrnehmung und Vorstellungen von Ordnung in jeder Partnerschaft normal, auf der anderen Seite übersehen die „angeprangerten“ Männer den Dreck wahrscheinlich auch deshalb, weil sie bisher nie für den Haushalt verantwortlich waren. Falls bei euch die Ansichten über das richtige Maß an Ordnung extrem auseinandergehen und ihr deshalb immer wieder streitet, könntet ihr es mit einer klaren Verteilung der Aufgaben und somit auch der Verantwortung probieren. Prof. M. und ich waren z.B. eine Zeit immer für bestimmte Räume zuständig (er: Küche und Wohnzimmer, ich: Schlafzimmer und Bad). Damals haben wir immer einen kleinen Wettbewerb daraus gemacht, wer seine Räume besser in Schuss hält. Das müssen wir unbedingt bald wieder einführen. Ich nehme den Flur und das Bad, er kann das Wohnzimmer, die Küche, das Schlafzimmer und das Kinderzimmer haben.

Stört dich die Meinung anderer?

Wenn ich meinen Wunsch nach mehr Engagement der Männer im Haushalt in Gesprächsrunden äußere, erntet Prof. M. öfter mitleidige Blicke und im schlimmsten Fall noch einen Machospruch. Männer, die im Haushalt Verantwortung übernehmen, werden immer noch als „Weichei“ oder „Hausmann“ beschimpft. Ich sehe das allerdings anders. Ein „echter Mann“ übernimmt schließlich nicht nur Verantwortung in Bereichen, auf die er gerade Lust hat. Er ist ein „Mann der Tat“ und da ist es völlig egal, ob gesaugt werden muss oder die Welt vor Außerirdischen gerettet werden soll. Prof. M. hat da immer eine sehr entspannte Haltung und kontert meistens mit einem trockenen Spruch. Zu mir sagt er danach gerne – „wen will ich glücklich machen- die anderen oder meine Familie?“ (süß, oder?).

Happy Wife- Happy Life – Willst du eine tolle Partnerschaft?

Wusstet ihr schon, dass eine gerechtere Aufteilung von Hausarbeit zu einer höheren Zufriedenheit in der Beziehung, einem höheren Empfinden von Fairness und geringeren Depressionen bei Frauen führt (Coltrane 2000)? Einige Journalisten folgern aus diesen Ergebnissen sogar, dass Männer, die mehr Hausarbeit leisten auch mehr Sex haben – wenn das mal kein Anreiz ist! Habe Prof. M. diese Studie direkt mal geschickt.

Wie schaffen das wohl Alleinerziehende?

An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen Alleinerziehenden sagen, welch großartige Leistung sie jeden Tag vollbringen. Auch meine Mutter hat meinen Bruder und mich alleine großgezogen. Aber erst seitdem ich Kinder habe, ist mir richtig klar geworden, wie toll sie das gemacht hat.

Wie ist es bei Prof. M. und mir?

Jetzt habe ich die ganze Zeit über Gleichberechtigung geredet und ihr fragt euch sicher, wie ist es eigentlich bei uns? Übernimmt Prof. M. wirklich mindestens 50% der Hausarbeit?

Wie schon erwähnt, habe auch ich momentan meine Arbeitszeit deutlich reduziert, um Haushalt und Kinder zu managen. Da Prof. M. beruflich sehr viel unterwegs ist (er arbeitet im Ausland), muss ich in dieser Zeit Haushalt, Kinder und Job an mehreren Tagen in der Woche komplett alleine organisieren.

Trotzdem bin ich für den Moment zufrieden mit dieser Lösung: In den Zeiten, in denen Prof. M. da ist, fühlt er sich genauso für Kinder und Haushalt verantwortlich wie ich. Häufig kocht er z.B. Essen am Wochenende für uns vor, um mich zu entlasten und oder legt vor seiner Abreise eine Extra-Aufräumrunde ein. Dass ich im Moment etwas mehr mache, ist für mich in Ordnung, denn seine Einstellung zur Hausarbeit stimmt. Er sieht den Haushalt nicht als mein Metier an, und ich muss ihn nicht extra auffordern mitzuhelfen, er macht es ganz selbstverständlich.

Trotzdem gibt es auch bei uns durchaus Verbesserungsbedarf. Denn auch bei uns haben sich einige Tätigkeiten eingeschlichen, die ausschließlich ich übernehme (z.B. Wäschewaschen und Badputzen). Prof. M hat schon begeistert eine Augenbraue in die Höhe gezogen, als ich ihm eröffnet habe, dass ich meinen Bloglesern mit gutem Beispiel vorangehen werde und er ab sofort mit für die Wäsche zuständig ist.

Jetzt bin ich aber neugierig? Seht ihr das auch so, dass es eine ungleiche Aufteilung der Hausarbeit zwischen Männern und Frauen gibt? Oder ist diese Diskussion überflüssig?
Männer und Haushalt - ist Haushalt Frauensache?

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

8 comments

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen

8 comments

Aufruf zur Blogparade: "Alles neu macht der Frühling: Mein Tipp für ein ordentliches 2018" - Rosanisiert 21. März 2018 - 10:43

[…] All Home-Office Kinderzimmer Kleiderschrank Motivation Ordnungstipp Familie […]

Reply
Tanja 21. März 2018 - 15:22

Liebe Anita,

was für ein wunderbarer Artikel & wie immer sehr amüsant und kurzweilig geschrieben. Interessant, dass Frauen immer noch sehr viel mehr Zeit für die Hausarbeit aufwenden – ich dachte, das hätte sich inzwischen geändert. Mr. Happy & ich teilen uns die Hausarbeit ziemlich gerecht auf (wir arbeiten beide 100 % ). Beim Kochen macht er sogar mehr – was daran liegt, dass es bei ihm einfach besser schmeckt ;-).

Herzliche Grüsse
Tanja

PS: Hat Prof. M. nicht auch mal Lust, einen Artikel zu schreiben? Bin ja schon richtig neugierig auf ihn geworden ;-)

Reply
rosanita 23. März 2018 - 12:00

Liebe Tanja,
wie toll, dass ihr den Haushalt so gerecht aufgeteilt habt! Prof. M. muss auch bei uns immer kochen – ansonsten gäbe es jeden Tag eines meiner drei Standardgerichte: Nudeln ohne alles aber mit Käse, Kartoffeln und Quark oder Käsebrot ;). Ich habe Prof. M. deinen Wunsch direkt weitergeleitet. Ich glaube er hat sich gefreut. -seine Antwort war jedenfalls „Mmh.“ Also vielleicht kann ich ihn ja zu einem Gastartikel überreden.

Viele Grüße
Anita

Reply
Sandra 28. März 2018 - 0:35

Hallo,
Interessant, so etwas ähnliches habe ich letztens gerade gelesen.
Bei uns bedankt sich nicht der Mann fürs Kochen, sondern der oder die Bekochte allgemein. Es kocht, wer gerade Zeit hat.
Genauso putzt, wer gerade Zeit hat (oder den Dreck verursacht hat).
Da ich auch in Elternzeit bin, mache ich mehr, einfach weil ich tagsüber die Räume lieber ordentlich mag.
Was ich mir dabei angewöhnt habe, ist tatsächlich das Bedanken für unerwartete Mithilfe durch den Mann. Ich bin ja nicht die Putzfrau, wobei sich das leider aus Bequemlichkeit etwas einschleicht.

Vielen Dank daher für deinen aufrüttelnden Beitrag!
Viele Grüße,
Sandra

Reply
MEISSOUN 29. März 2018 - 12:50

Interessant finde ich immer, wenn Frauen den Vollzeit arbeitenden Männern „den Rücken frei halten“, weil er ja sicher „müde“ ist nach einem langen Arbeitstag.
Wie ist denn das bei Single-Männern, die voll arbeiten? Versinken die daheim im Sumpf? Klar, weniger Leute im Haushalt = weniger Hausarbeit, aber gemacht werden muss es trotzdem.
Mein Freund hat ein paar Jahre in einer Männer-WG gewohnt. Da mussten auch beide Herren selber schauen, dass die Wäsche gewaschen ist.
Vor allem wenn bei einem Paar beide berufstätig sind, gibt es keinen Grund, warum die Frau den Haushalt übernehmen müsste – Männer können doch so gut mit Maschinen und Geräten umgehen, nicht wahr? Da sollte die Bedienung eines Staubsaugers und einer Waschmaschine ein Klacks sein :-)

Reply
KerstinUndShadow 10. April 2018 - 12:15

Hallo Anita,

Deine Idee, sich beim Putzen die Zimmer aufzuteilen, finde ich sehr kreativ. Mein Mann und ich haben die Arbeit nach Themengebieten verteilt, zum Beispiel hänge ich die Wäsche auf und J. saugt Staub. Und weil sich niemand von uns beiden bereit erklärt hat, die Hemden und Blusen zu bügeln, übernimmt das für festliche Angelegenheiten die Reinigung und im Alltag ziehen wir die Sachen leicht verknittert an. Bügeleisen und Bügelbrett habe ich einem Kollegen verkauft.

Ich persönlich kenne kaum Männer, die sich an der Hausarbeit beteiligen und finde das traurig für deren Frauen.

Warum Männer nicht im Haushalt helfen (dürfen)? Darüber habe ich mir Gedanken auf meinem Blog gemacht.
https://kerstinmachtklarschiff.wordpress.com/2017/01/07/warum-maenner-nicht-im-haushalt-helfen-duerfen/

Gruß,
Kerstin

Reply
Luna 4. Mai 2018 - 10:41

Das Thema ist bei uns zuhause gerade aktuell… Beide kommen gestresst von der Arbeit, wollen eigentlich nur noch auf die Couch und entspannen. Ich ziehe die Hausarbeit mürrisch durch, ärgere mich aber im Inneren, dass mein Mann nicht mal auf die Idee kommt zu fragen, ob er mit anpacken kann. Und dann kommt der große Knall. Jetzt wollen wir aber gemeinsam einen Plan ausarbeiten. Und da er mehr verdient als ich, bezahlt er zwei mal jährlich eine Firma, die bei uns die Glasflächen, alle Polster und Teppiche wieder schick macht…
LG
Luna

Reply
rosanita 7. Mai 2018 - 10:31

Liebe Luna,
das kenne ich hier auch manchmal ;). Prof. M. rät mir dann immer zu klaren Ansagen. Anstatt mich leise vor mich hinzuzögern (wie ich es nur zu gerne mache ;)), soll ich ihm lieber einen direkten Arbeitsauftrag geben. Da natürlich die Hausarbeit genauso seine Arbeit ist, sehe ich das aber nicht immer ein. Deshalb hilft auf jeden Fall eine klare Aufgabenverteilung und ein Plan – ihr macht es also genau richtig. Und externe Hilfe kann man sich wirklich gönnen, das entlastet ja nicht nur den Alltag sondern auch die Beziehung :)

Viele Grüße
Anita

Reply

Leave a Comment

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.